04 January 2026, 18:21

Ford in Köln: 3.500 Jobs fallen früher als geplant – was jetzt auf die Belegschaft zukommt

Ein Auto mit darunter stehenden Textzitaten.

Ford in Köln: 3.500 Jobs fallen früher als geplant – was jetzt auf die Belegschaft zukommt

Ford startet bereits diesen Freitag mit dem Abbau von rund 3.500 Stellen in seinen Kölner Werken – früher als geplant. Ursprünglich sollten die Entlassungen erst bis 2027 erfolgen, nun werden sie bereits 2024 umgesetzt. Beschäftigte haben ein Zeitfenster von drei Monaten, um sich freiwillig für Abfindungspakete von bis zu 100.000 Euro oder mehr zu melden.

Das Unternehmen wird zudem Jobmessen veranstalten, um den Mitarbeitern den Übergang in neue Berufe außerhalb der Automobilbranche zu erleichtern.

Der Großteil der Stellenstreichungen – 2.770 Arbeitsplätze – war bereits Ende letzten Jahres angekündigt worden. Weitere 730 Stellen waren Teil eines früheren Umstrukturierungsplans. Die Kürzungen betreffen nahezu alle Bereiche der Kölner Standorte, wobei die Fahrzeugmontage eine gesamte Schicht verliert.

Bisher wurden Autos in zwei Schichten gefertigt. Nach den Entlassungen wird die Produktion nur noch in einer Schicht weiterlaufen. Ford hatte die Reduzierungen ursprünglich bis Ende 2027 abschließen wollen, beschleunigt den Prozess nun jedoch.

Um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen, bietet das Unternehmen Abfindungen an, die sich nach der Betriebszugehörigkeit richten. Langjährige Mitarbeiter könnten mehr als 100.000 Euro erhalten. Zudem werden Jobmessen organisiert, um Arbeitnehmern Kontakte zu Stellenangeboten in anderen Branchen zu vermitteln.

Die Entlassungen werden die Abläufe in den Kölner Ford-Werken grundlegend verändern: Die Montage wird auf eine Schicht reduziert. Wer freiwillig geht, erhält finanzielle Unterstützung und Hilfe bei der Stellenvermittlung. Die Maßnahmen markieren einen tiefgreifenden Wandel in der Struktur der deutschen Belegschaft des Konzerns.