18 April 2026, 00:19

Flucht, Ankunft, Hoffnung: Wie ein Eritreer in Bergisch Gladbach neu begann

Plakat mit einer Weltkarte und dem Text "Wo die Opfer sind: Retten Sie die Überlebenden - 3.950.000 hungernde Menschen", um auf die Auswirkungen des Krieges und die Notwendigkeit von Maßnahmen aufmerksam zu machen.

Flucht, Ankunft, Hoffnung: Wie ein Eritreer in Bergisch Gladbach neu begann

Ausstellung in Bergisch Gladbach zeigt Fluchtgeschichten von Geflüchteten in Deutschland

Im Restaurant Himmel un Ääd in Bergisch Gladbach ist derzeit eine Ausstellung zu den Lebenswegen von Geflüchteten in Deutschland zu sehen. Zu den porträtierten Schicksalen gehört die Geschichte von Habte Abrahle, der aus Eritrea floh und sich in Deutschland ein neues Leben aufbaute. Seine Erlebnisse – von der gefährlichen Überquerung der Sahara bis zur Ansiedlung in Schildgen – sind Teil der Ausstellung "Angekommen", die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist.

Habte Abrahle erreichte Bergisch Gladbach 2015 nach einer entbehrungsreichen Flucht durch die Wüste. Eingepfercht in einen überfüllten Lastwagen, durchstand er extreme Bedingungen mit kaum Nahrung oder Wasser. Nach seiner Ankunft lebte er acht Monate in einem Zelt, gefolgt von weiteren vier Monaten in einem Frachtcontainer.

Anfangs erlebte er Rassismus, doch später fand er Unterstützung durch die lokale Initiative "Welcome to Schildgen". Das Programm half ihm, einen Deutschkurs zu besuchen, in dem er das B1-Zertifikat erwarb. Ehrenamtliche standen ihm zudem zur Seite, als er ein Zimmer mietete – seine erste eigene Bleibe für die nächsten vier Jahre.

Die Vereinbarkeit von Arbeit und Sprachstudium gestaltete sich schwierig. Um seine Familie in Eritrea und Äthiopien zu unterstützen, setzte Abrahle auf eine schnelle Arbeitsaufnahme statt auf weitere Bildung. Nach Praktika als Bäcker und Greenkeeper auf einem Golfplatz fand er schließlich eine feste Anstellung.

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2021 folgte ihm seine Frau nach Deutschland. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder. Ihre Geschichte und die anderer Geflüchteter werden am 28. November bei einer Veranstaltung mit dem Titel "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" vorgestellt. Margret Grunwald-Nonte wird die Diskussion moderieren, in der zwei Geflüchtete über ihre Integration berichten.

Die Ausstellung "Angekommen" bleibt bis zum 6. Dezember geöffnet und gibt Besuchern Einblick in die Herausforderungen und Erfolge von Menschen wie Habte Abrahle. Die anstehende Veranstaltung am 28. November bietet zusätzliche persönliche Einblicke in den Neuanfang in Deutschland. Beide Projekte zielen darauf ab, das Verständnis in der lokalen Gemeinschaft zu fördern.

Quelle