Falscher Rettungssanitäter in NRW: 61-Jähriger täuschte Einsatz mit Blaulicht und EKG-Gerät vor
Linus JesselMann in NRW gibt sich falsch als Helfer aus: Mit EKG-Gerät zum Einsatz - Falscher Rettungssanitäter in NRW: 61-Jähriger täuschte Einsatz mit Blaulicht und EKG-Gerät vor
61-Jähriger in NRW ermittelt: Mann gab sich als Rettungskräfte aus
Ein 61-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen (NRW) steht unter Verdacht, sich als Rettungssanitäter ausgegeben zu haben. Wie die Behörden mitteilten, verfügte er weder über eine offizielle Ausbildung noch über die erforderliche Berechtigung – dennoch erschien er voll ausgerüstet an einem Einsatzort in Mechernich.
Der Mann trug Kleidung des Rettungsdienstes und führte ein privat beschafftes EKG-Gerät mit sich. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr er mit hoher Geschwindigkeit zum Einsatzort. Auffällig wurde er, als er versuchte, medizinische Hilfe zu leisten und sogar bei der Patientenverlegung mitwirkte.
Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass er ein illegal betriebenes Digitalfunkgerät nutzte, um Notrufgespräche abuhören. Dieses Funksystem ist ausschließlich autorisierten Rettungsdiensten und Sicherheitsbehörden vorbehalten. Eine Durchsuchung seiner Wohnung förderte Pfefferspray, gefälschte Ausweisdokumente, Druckluftwaffen, Schlagstöcke und Tierabwehrsprays zutage.
Dem Mann wird nun Amtsanmaßung vorgeworfen. Die Polizei bestätigte, dass er keinerlei Verbindung zu einem Rettungsdienst habe und auch nicht berechtigt sei, das geschützte Funknetz zu nutzen. Der Fall zeigt die Gefahren auf, die von unbefugten Personen ausgehen, die sich in Einsatzlagen einmischen. Die Ermittlungen zu seinen Aktivitäten laufen noch. Bei einer Verurteilung drohen ihm strafrechtliche Konsequenzen wegen Vortäuschung einer Amtshandlung und des missbräuchlichen Einsatzes von Notfallausrüstung.






