Eurobahn kehrt 2025 zum vollen Fahrplan zurück – doch die Investorensuche läuft
Kirsten HentschelEurobahn kehrt 2025 zum vollen Fahrplan zurück – doch die Investorensuche läuft
Eurobahn will bis Dezember 2025 den vollen Fahrplan wiederherstellen
Nach monatelangen Einschränkungen im Angebot will die Eurobahn bis Dezember 2025 ihren vollständigen Fahrplan wieder aufnehmen. Der Betreiber hatte seit April 2024 die Taktdichte auf wichtigen Strecken reduzieren müssen – verursacht durch einen massiven Personalmangel. Gleichzeitig läuft die Suche nach einem neuen Investor weiter, da die aktuellen Verträge bald auslaufen.
Erstmals im April 2024 hatte das Unternehmen seinen Betrieb gedrosselt und einige Linien auf nur noch eine Verbindung pro Stunde ausgedünnt. Wie der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte, wurde das Angebot auf bestimmten Strecken um bis zu 40 Prozent gekürzt, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Durch gezielte Einstellungen und Schulungen konnte die Zahl der Ausfälle mittlerweile auf etwa 4–5 Prozent der geplanten Zugkilometer gesenkt werden.
Die Eurobahn bedient vor allem Nordrhein-Westfalen, mit Verbindungen, die bis nach Niedersachsen und in die Niederlande reichen. Zu den wichtigsten Strecken zählen die Linien RE13, RE3 und RB67. Der Betreiber wird im Rahmen des Nahverkehrsverbunds Westfalen-Lippe (NWL) geführt, dem unter anderem die Mobilitätsverbünde Ruhr-Lippe, Münsterland sowie weitere regionale Verkehrsunternehmen angehören.
Bis 2032 muss der NWL einen Käufer für die Eurobahn finden, da dann die bestehenden politischen Vereinbarungen und Streckenverträge auslaufen. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass ein stabiler Betrieb entscheidend sei, um potenzielle Investoren zu gewinnen. Das Ziel ist nun, bis zum Jahreswechsel 2027/2028 eine Lösung zu fixieren.
Die Rückkehr zum vollen Fahrplan im Dezember 2025 wird das Ende einer schwierigen Phase für die Eurobahn markieren. Mit rückläufigen Ausfällen und laufenden Einstellungen rückt nun die Suche nach einem langfristigen Investor bis zum Stichtag 2032 in den Fokus. Das Ergebnis wird die Zukunft des Regionalverkehrs in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus prägen.






