Essens Silvesterbilanz: Meist friedlich, doch Angriffe auf Rettungskräfte erschüttern
Kirsten HentschelEssens Silvesterbilanz: Meist friedlich, doch Angriffe auf Rettungskräfte erschüttern
Essen feierte Silvester größtenteils friedlich – vereinzelte Vorfälle trübten die Stimmung
Oberbürgermeister Thomas Kufen lobte die gute Zusammenarbeit und schnelle Reaktion der Einsatzkräfte in der Stadt. Gleichzeitig verurteilte er Angriffe auf Rettungskräfte als "absolut inakzeptabel".
Für die Feierlichkeiten hatte Essen umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. Im Südostviertel in der Nähe des Wasserturms wurde mobile Videoüberwachung eingerichtet, um kritische Bereiche im Blick zu behalten. Zudem verstärkte die Stadt das Personal: 18 zusätzliche Mitarbeiter der Ordnungsbehörde patrouillierten in der Innenstadt, um für eine kontrollierte Atmosphäre zu sorgen.
Die Rettungskräfte blieben die ganze Nacht über in Bereitschaft. Polizei, Feuerwehr und medizinische Teams standen bereit, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können. Das Jugendamt, Wohlfahrtsverbände und lokale Partner unterstützten mit präventiven Maßnahmen, um für möglichst sichere Feiern zu sorgen.
Kufen bedankte sich bei allen, die zum geordneten Ablauf beigetragen hatten – insbesondere beim EBE-Entsorgungsteam. Er rief die Feiernden dazu auf, ihren Müll zu beseitigen, und würdigte die Mehrheit der Bürger, die verantwortungsvoll gefeiert hatten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Aggressionen gegen Einsatzkräfte keinesfalls toleriert würden.
Für die Zukunft forderte der Oberbürgermeister mehr kommunale Entscheidungsfreiheit. Er hofft, dass das Land Städten wie Essen künftig erlauben wird, mobile Überwachung an neuralgischen Punkten eigenverantwortlich einzusetzen – ohne jedes Mal eine Genehmigung einholen zu müssen.
Die Silvesternacht zeigte, dass Essen Großveranstaltungen mit starker Teamarbeit gut bewältigen kann. Kufens Appell für erweiterte Überwachungsbefugnisse liegt nun bei der Landesregierung zur Prüfung. Währenddessen blickt die Stadt auf einen Jahreswechsel zurück, an dem die meisten Bürger sicher gefeiert haben – auch wenn einzelne Vorfälle die anhaltenden Herausforderungen deutlich machten.






