Essener Kommunalpolitiker Hanslothar Kranz mit 90 Jahren gestorben
Hanslothar Kranz, langjähriger Kommunalpolitiker aus Essen, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Der 1935 in Duisburg Geborene prägte über sechs Jahrzehnte hinweg die politische Landschaft der Stadt. Für sein Engagement erhielt er weitreichende Anerkennung – darunter eine der höchsten Auszeichnungen Deutschlands.
Vor mehr als 45 Jahren zog Kranz erstmals in den Essener Stadtrat ein. Von 1975 bis 2009 amtierte er als Bezirksvorsteher des Bezirks IX und vertrat dabei die Stadtteile Werden, Kettwig und Bredeney. Auch nach seinem offiziellen Ausscheiden blieb er als sachkundiger Bürgerberater aktiv und stand der Kommune mit Rat zur Seite.
Während seiner Laufbahn leitete er den Bau- und Verkehrsausschuss und gestaltete maßgeblich die städtische Entwicklung mit. Über die Politik hinaus setzte er sich für den sozialen Zusammenhalt und die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Sein Wirken erstreckte sich zudem auf Kultur- und Sportvereine, wo er sich für mehr Inklusion und bürgerschaftliches Engagement einsetzte.
Für seine Verdienste wurde Kranz mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Oberbürgermeister Thomas Kufen würdigte ihn als eine "herausragende Persönlichkeit", die sich mit unermüdlichem Einsatz für Essen engagiert habe.
Kranz hinterlässt ein Erbe jahrzehntelanger öffentlicher Dienstleistung. Sein Einfluss reichte von der kommunalen Verwaltung über soziales Engagement bis hin zu bürgerschaftlichen Initiativen. Die Stadt Essen gedacht seiner als eines engagierten Vordenkers, der ihre Entwicklung nachhaltig geprägt hat.






