Essen wird Vorreiter: Wie die Stadt mit Radverkehr Unternehmen nachhaltig verändert

Essen wird Vorreiter: Wie die Stadt mit Radverkehr Unternehmen nachhaltig verändert
Essens Engagement für umweltfreundlichere Verkehrskonzepte hat bundesweite Anerkennung gefunden. Die Initiative ‘Fahrradfreundlicher Arbeitgeber’, Teil des Programms ‘Radstadt Essen’, belegte kürzlich den dritten Platz beim renommierten RuhrMobilitätspreis 2025. Mit über 60 beteiligten Unternehmen ist das Projekt mittlerweile das größte seiner Art in Deutschland.
Gestartet wurde die Aktion 2017 mit 42 lokalen Firmen, die an Workshops zur Zertifizierung teilnahmen. Heute verfügt Essen über mehr zertifizierte fahrradfreundliche Arbeitgeber als jede andere deutsche Stadt. Viele haben bereits Silber- oder Goldstatus erreicht, und 90 Prozent erneuern ihre Zertifizierung jährlich.
Um sich zu qualifizieren, müssen Arbeitgeber Maßnahmen wie sichere Fahrradabstellplätze, Firmenfahrradflotten oder Leasingangebote einführen. Zudem beteiligen sie sich an Kampagnen zur Emissionsreduzierung und zur Förderung des Radverkehrs. Die Grüne Hauptstadt Agentur, gemeinsam mit Partnern wie der EWG und dem ADFC, unterstützt die Unternehmen mit Beratung und einem Förderzuschuss von 1.000 Euro.
Die Initiative ist Teil von Essens langfristigem Ziel: Bis 2035 soll der Verkehr gleichmäßig zu je 25 Prozent auf Pkw, öffentlichen Nahverkehr, Fuß- und Radverkehr aufgeteilt sein. Das Programm ‘Radstadt Essen’ spielt dabei eine zentrale Rolle, um die Mobilitätsgewohnheiten nachhaltiger zu gestalten.
Der RuhrMobilitätspreis unterstreicht Essens Fortschritte im Bereich nachhaltiger Verkehr. Mit einem wachsenden Netz zertifizierter Arbeitgeber und hohen Wiederzertifizierungsquoten setzt die Stadt Maßstäbe. Die Initiative expandiert weiter und hilft Unternehmen, Emissionen zu senken, während sie das Radfahren als praktische Alternative für den Alltag stärkt.

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