Essen verabschiedet Alt-Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger in bewegendem Gedenkgottesdienst
Kirsten HentschelEssen verabschiedet Alt-Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger in bewegendem Gedenkgottesdienst
Am Samstag, dem 29. November 2025, fand ein Gedenkgottesdienst für Dr. Wolfgang Reiniger statt, den ehemaligen Oberbürgermeister von Essen. Von 1999 bis 2009 lenkte er die Geschicke der Stadt und hinterließ ein Erbe aus Weitsicht und beständiger Führung. Der amtierende Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Trauerfeier teil und sprach der Familie Reinigers sowie seinen Nahestehenden sein Beileid aus.
Dr. Wolfgang Reiniger führte Essen mit ruhiger Hand und verantwortungsvollem Auftreten. Sein Führungsstil war geprägt von Integrität, Klarheit und der Gabe, Menschen zusammenzubringen. Selbst wenn andere am Fortschritt der Stadt zweifelten, blieb er von ihrer Zukunft überzeugt.
Während seiner zehnjährigen Amtszeit setzte er ehrgeizige Projekte um, die das Gesicht Essens prägten – darunter die Philharmonie, das Lichtburg-Kino und das Museum Folkwang. Zudem trieb er die Initiative "Grünes Herz", die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas sowie die Revitalisierung des Zollverein-Industrieareals voran.
Bekannt für seinen Scharfsinn und seine Zugänglichkeit, legte Reiniger mehr Wert auf offenen Dialog als auf persönliche Anerkennung. Er gewann Vertrauen, indem er klare Orientierung gab, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Seine Fähigkeit, Menschen zu einen und zukunftsweisende Ideen voranzutreiben, kennzeichnete seine Zeit als Oberbürgermeister.
Bei der Gedenkfeier drückte Thomas Kufen sein tiefes Mitgefühl für die Angehörigen Reinigers und alle aus, die an seiner Seite gewirkt hatten. Die Veranstaltung würdigte einen Führer, der Pragmatismus mit einer mutigen Vision für die Stadt verband.
Die Amtszeit von Dr. Wolfgang Reiniger als Oberbürgermeister war geprägt von kultureller und städtischer Transformation, die Essens Entwicklung nachhaltig prägte. Der Gedenkgottesdienst ehrte einen Mann, der für seine Weisheit, Wärme und sein Engagement für das Gemeinwohl in Erinnerung bleibt.






