Essen ehrt Dr. Ernst Schmidt mit neuer Gedenktafel in Borbeck
Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt in Essen-Borbeck enthüllt
Am Sonntag, dem 12. Oktober, wurde am Kuhlmannsfeld-Haus in Essen-Borbeck eine Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt feierlich enthüllt. Die Zeremonie würdigte das Erbe eines Historikers, der als Begründer der nationalsozialistischen Erinnerungskultur in der Stadt gilt. Lokale Amtsträger und Bürger versammelten sich, um sein Lebenswerk zu ehren.
Die Veranstaltung wurde vom Bezirksrat IV und dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv organisiert. Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß nahm gemeinsam mit weiteren Würdenträgern an der Einweihung teil. Die Finanzierung der Tafel übernahm der Bezirksrat IV.
Dr. Ernst Schmidt widmete sich jahrzehntelang der Erforschung und Dokumentation der Essener Arbeiterbewegung und der NS-Zeit. Zu seinen Verdiensten zählen zahlreiche Publikationen sowie die Mitbegründung der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge. 1985 initiierte er den „Essen erinnert“-Rundweg, ein Projekt, das bis heute über die Vergangenheit der Stadt aufklärt.
Für sein Engagement erhielt Schmidt im Laufe seiner Karriere vielfache Auszeichnungen. Die Gedenktafel dient nun als dauerhafte Erinnerung an sein unermüdliches Wirken für die Bewahrung der Geschichte. Sie ergänzt den „Essen erinnert“-Rundweg und sorgt dafür, dass Schmidts Arbeit auch künftigen Generationen zugänglich bleibt. Seine Forschung und sein Einsatz prägten maßgeblich, wie Essen sich mit seiner NS-Vergangenheit auseinandersetzt. Die Tafel steht als bleibendes Zeugnis seines Einflusses auf das kulturelle Gedächtnis der Stadt.






