11 May 2026, 10:16

Essen diskutiert dringende Modernisierung des Digitalfunks BOS für Rettungskräfte

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung stehen nebeneinander in einem Raum mit textgefüllten Tafeln an der Wand, Rohren und Equipment darüber.

Essen diskutiert dringende Modernisierung des Digitalfunks BOS für Rettungskräfte

Notfallkommunikation im Fokus: Essen diskutiert Zukunft des Digitalfunks BOS

Auf dem diesjährigen Blaulicht-Tag in Essen stand die Notfallkommunikation im Mittelpunkt. Fachleute und Verantwortliche berieten über notwendige Modernisierungen des Digitalfunks BOS, der derzeit zwar Sprachübertragung und einfache Datenübermittlung ermöglicht, jedoch keine Breitbandfunktionen bietet. Die Veranstaltung unterstrich den dringenden Bedarf nach einem widerstandsfähigeren Netz, das den Anforderungen der Gegenwart gerecht wird.

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An der Konferenz nahmen Vertreter von Bundes- und Landesbehörden teil. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul betonte, dass zuverlässige Kommunikation für Einsatzkräfte von entscheidender Bedeutung sei. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister pflichtete ihm bei und bezeichnete sie als „Grundlage jedes Einsatzes“.

Bei Live-Vorführungen der Essener Feuerwehr wurde demonstriert, wie der Digitalfunk BOS heute funktioniert – und wie er künftig ausgebaut werden könnte. Das System hat seine Zuverlässigkeit bereits unter Beweis gestellt: Während eines großflächigen Stromausfalls in Berlin im September 2022 blieb es operativ, während andere Netze versagten.

Federführend für das Projekt ist das Innenministerium Nordrhein-Westfalens, das eine Erweiterung der Systemkapazitäten anstrebt. Geplant ist ein autonomes Netz, das über UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 Megahertz Breitbandzugang selbst in Krisensituationen gewährleisten soll. Für Medienanfragen zur Veranstaltung zeichnete der Zentrale Polizeidienst Nordrhein-Westfalen verantwortlich.

Die Diskussionen in Essen machten deutlich: Der Digitalfunk BOS muss fit für Hochgeschwindigkeitsdaten und Videoübertragungen werden. Ein krisenfestes Breitbandnetz würde es Rettungskräften ermöglichen, bei Großschadenslagen effizienter zu kommunizieren. Die nächsten Schritte hängen nun von der Abstimmung zwischen Landes- und Bundesebene ab.

Quelle