EEbus startet Zertifizierung für smarte Heimenergiesysteme und Geräte
Laila SchomberEEbus startet Zertifizierung für smarte Heimenergiesysteme und Geräte
EEbus-Initiative kündigt neues Zertifizierungsprogramm für Heimenergiemanagementsysteme und steuerbare Geräte an
Die EEbus-Initiative hat ein neues Zertifizierungsprogramm für Heimenergiemanagementsysteme (HEMS) und andere steuerbare Geräte vorgestellt. Ab kommendem Jahr können Hersteller ihre Produkte auf Kompatibilität mit dem EEbus-Standard prüfen und zertifizieren lassen. Der Schritt folgt einer wachsenden Branchenunterstützung – die Zahl der Mitgliedsunternehmen stieg im vergangenen Jahr von 60 auf 76.
Das Zertifizierungsverfahren wurde auf dem EEbus Summit in Köln präsentiert, wo sich rund 300 internationale Teilnehmer versammelten. Unter den Gästen waren Hersteller von Energiemanagementsystemen, Steuerungseinheiten und Wallboxen. Die Veranstaltung zeigte die Fortschritte der Initiative und gab einen Ausblick auf künftige Pläne.
Die Zertifizierung umfasst drei Stufen: Die erste, „EEbus ready“, bestätigt, dass ein Gerät über die „Ship-and-Spine“-Architektur kommunizieren kann. Die beiden folgenden Stufen prüfen spezifische Anwendungsfälle wie LPC (Local Power Control), LPP (Local Power Planning), MPC (Multi-Party Control) und MGCP (Microgrid Control Protocol) – wobei nicht alle für jeden Hersteller relevant sind. Die höchste Zertifizierungsstufe erfordert zusätzlich den erfolgreichen Abschluss eines „Ship-Pairing-Service“-Tests** sowie die Erfüllung der vier Kernszenarien.
Aktuell wird zudem ein QR-Code-basiertes System für die automatische Verbindung entwickelt, das die Kopplung zwischen steuerbaren Geräten und Steuerungseinheiten vereinfachen soll. Während des Gipfels demonstrierte PPC eine erfolgreiche „Ship-Pairing“-Verbindung zwischen dem Solar Manager-Heimenergiemanagementsystem und EEbus-Stacks des Unternehmens Keo*.
Um Hersteller zu unterstützen, bietet die im Mai 2023 gegründete EEbus Service GmbH eine abonnementbasierte Testplattform an. Diese ermöglicht Unternehmen, ihre Produkte vor der offiziellen Zertifizierung zu überprüfen.
Ziel des neuen Programms ist die Standardisierung der Kommunikation zwischen Energiegeräten. Hersteller erhalten Zugang zu Prüfinstrumenten und einem klaren Weg zur Konformität. Der vollständige Start der Zertifizierung ist für nächstes Jahr geplant; die ersten zertifizierten Produkte sollen kurz darauf auf den Markt kommen.






