E.ON-Chef warnt vor Russlands unberechenbarer Energiepolitik und neuen Sicherheitsrisiken

E.ON-Chef warnt vor Russlands unberechenbarer Energiepolitik und neuen Sicherheitsrisiken
Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns E.ON, hat dringende Warnungen zur Energiesicherheit Europas ausgesprochen. In einer jüngsten Stellungnahme sprach er sich gegen eine Wiederinbetriebnahme der beschädigten Pipeline Nord Stream 1 aus und wies auf die anhaltenden Bedrohungen durch Russland hin. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen wegen der europäischen Abhängigkeit von russischen Energieimporten.
Birnbaum betonte, Russland bleibe ein unzuverlässiger Energiepartner, und bezeichnete dessen Vorgehen in der Ukraine als "Angriffskrieg". Als Beleg für die Verwundbarkeit Europas verwies er auf gezielte Angriffe auf ukrainische Infrastruktur. Zudem äußerte der E.ON-Chef Besorgnis über Drohnen-Sichtungen in der Nähe deutscher Kraftwerke und Flughäfen – solche Vorfälle könnten seiner Ansicht nach auf künftige Risiken hindeuten.
Die Pipeline Nord Stream 1, an deren Betreibergesellschaft E.ON beteiligt ist, liegt derzeit still. Birnbaum bestätigte, dass die beschädigten Abschnitte nach den Explosionen des vergangenen Jahres mit Meerwasser geflutet seien. Eine Debatte über eine erneute Inbetriebnahme lehnte er entschieden ab: Dies würde die von Russland ausgehenden Sicherheitsrisiken ignorieren.
An der Nord Stream AG, der Betreibergesellschaft der Pipeline, sind neben dem russischen Konzern Gazprom (51 Prozent) auch westliche Unternehmen wie Engie, OMV, Shell und Wintershall beteiligt. Birnbaum warnte Deutschland davor, einseitige Energieabkommen mit Moskau zu schließen, und forderte stattdessen eine abgestimmte europäische Lösung statt nationaler Alleingänge.
Birnbaums Aussagen unterstreichen die Verletzlichkeit der europäischen Energienetze angesichts geopolitischer Konflikte. Angesichts der weiterhin lahmgelegten Nord Stream 1 und der anhaltenden russischen Aggression mahnte er die Politik, kollektive Sicherheit vor Einzelinteressen zu stellen. Die Position des E.ON-Chefs spiegelt die wachsenden Sorgen um den Schutz kritischer Infrastruktur und die langfristige Energieversorgungssicherheit wider.

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