Düsseldorf präsentiert Gewinnerentwürfe für die neue Oper – trotz Milliarde Euro Streit
Laila SchomberWettbewerb: Wie wird das neue Opernhaus in Düsseldorf aussehen? - Düsseldorf präsentiert Gewinnerentwürfe für die neue Oper – trotz Milliarde Euro Streit
Düsseldorfs siegreiche Entwürfe für die neue Oper werden heute präsentiert
Das Projekt, das der Stadtrat Ende 2021 erstmals bewilligte, sorgt bereits jetzt für Diskussionen – vor allem wegen der stark gestiegenen Kosten. Mittlerweile gehen die Verantwortlichen von Baukosten in Höhe von über einer Milliarde Euro aus, deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 716 Millionen Euro.
Die Bekanntgabe der Gewinner übernehmen Oberbürgermeister Stephan Keller und der Stadtplaner Heiner Farwick. Ihre Auswahl folgt auf einen Wettbewerb, an dem sich 28 internationale Architekturbüros beteiligten, die alle das neue kulturelle Wahrzeichen der Stadt prägen wollten.
Der Beschluss für einen Opernneubau fiel, nachdem eine aufwendige Sanierung des bestehenden Gebäudes als nicht machbar eingestuft wurde. Stattdessen entschied man sich für einen kompletten Neubau – und löste damit einen hochkarätigen Architekturwettbewerb aus.
Ab dem 18. November werden alle eingereichten Entwürfe in einer öffentlichen Ausstellung in der Nähe des künftigen Opernstandorts gezeigt. Die Schau läuft bis zum 7. Dezember und gibt den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die verschiedenen Visionen zu erkunden. Zudem findet am 18. November ein Abendveranstaltung im aktuellen Opernhaus statt, bei der die prämierten Entwürfe präsentiert werden.
Die Kosten sind seit der Projektgenehmigung ein zentraler Streitpunkt. Während die ursprüngliche Schätzung bei 716 Millionen Euro lag, belaufen sich die aktuellen Prognosen mittlerweile auf über eine Milliarde Euro. Trotz der Kritik hält die Stadt jedoch an ihrem Vorhaben fest: Eine moderne Oper soll als Herzstück der Düsseldorfer Kulturszene entstehen.
Die ausgewählten Entwürfe werden von Keller und Farwick vorgestellt – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Ausstellung und Bürgerveranstaltung sollen die Bevölkerung enger in den Prozess einbinden. Angesichts der steigenden Baukosten wird die Zukunft der Oper auch in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.






