28 December 2025, 03:41

Duisburgs revolutionäre Anlage filtert CO₂ und produziert Wasserstoff für klimaneutrale Kraftstoffe

Mehrere mit Wasser gefüllte und mit grünen Pflanzen versehene Limonadenflaschen.

Duisburgs revolutionäre Anlage filtert CO₂ und produziert Wasserstoff für klimaneutrale Kraftstoffe

Neue Industrieanlage zur CO₂-Abscheidung und Wasserstoffproduktion in Duisburg eröffnet

In Duisburg hat offiziell eine neue Industrieanlage ihren Betrieb aufgenommen, die Kohlendioxid aus der Luft filtert und gleichzeitig Wasserstoff erzeugt. Die Greenlyte Carbon Technologies GmbH startete am 20. November 2025 am Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) der Universität Duisburg-Essen ihre LiquidSolar-Anlage zur Herstellung von synthetischem Erdgas. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu klimaneutralen Kraftstoffen für die Luftfahrt, Schifffahrt und die Schwerindustrie.

Die Anlage basiert auf Forschungsergebnissen der Universität Duisburg-Essen und der RWTH Aachen. Ihr innovatives Verfahren kombiniert die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Luft mit der Wasserstoffherstellung, um auf klimaneutrale Weise synthetisches Erdgas zu erzeugen. Finanziert wird das Vorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

Bei der Eröffnung anwesend war Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, der die Bedeutung der Anlage für die Energiewende der Stadt betonte. Kufen kennt Florian Hildebrand, den Geschäftsführer von Greenlyte, bereits gut – das Unternehmen ist Teil seines Wasserstoff- und Energiebeirats, der Essener Unternehmen und Institutionen zusammenbringt, um gemeinsame Energiestrategien zu entwickeln. Zu den Investoren von Greenlyte Carbon Technologies GmbH zählen unter anderem Earlybird, die Green Generation Management GmbH, Carbon Removal Partners AG und AENU Advisor. Der Grundstein für die Anlage war bereits in diesem Jahr gelegt worden; nun ist der Bau abgeschlossen, und die Produktion läuft an.

Die LiquidSolar-Anlage ist nun in Betrieb und konzentriert sich auf synthetische Kraftstoffe, die in schwer zu dekabonisierenden Sektoren die Emissionen senken könnten. Mit politischer und finanzieller Unterstützung soll das Projekt eine Schlüsselrolle im Wandel Nordrhein-Westfalens hin zu nachhaltiger Energie spielen. Die hier eingesetzte Technologie könnte Maßstäbe für die künftige CO₂-Abscheidung und Kraftstoffproduktion im industriellen Maßstab setzen.