22 March 2026, 00:13

Dortmunds radikaler Sommerumbruch: Wer geht, wer bleibt – und was kommt danach?

Ein junger Mann in einem blauen Trikot des Everton FC steht auf einem Fuballfeld in einem Stadion.

Dortmunds radikaler Sommerumbruch: Wer geht, wer bleibt – und was kommt danach?

Borussia Dortmund steht vor einem tiefgreifenden Umbruch in diesem Sommer. Der Verein wird die auslaufenden Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen mit Mannschaftskapitän Emre Can über einen neuen Vertrag trotz einer langwierigen Verletzung weiter.

Diese personellen Veränderungen markieren einen strategischen Wendepunkt unter der Führung von Geschäftsführer Carsten Cramer, der betont, dass die Entscheidungen neue Chancen eröffnen – und nicht etwa Unsicherheit mit sich bringen.

Dortmund verfolgt seit Langem ein klares Transfermodell: junge Talente günstig verpflichten, sie entwickeln und später mit hohem Gewinn weiterverkaufen. Seit 2017 hat der Verein auf diese Weise einen Nettoerlös von über 500 Millionen Euro erzielt. Zu den prominentesten Transfers zählen der Wechsel von Ousmane Dembélé 2017 für 105 Millionen Euro zu Barcelona, Jadon Sanchos Wechsel 2021 für 85 Millionen Euro zu Manchester United sowie Jude Bellinghams Transfer 2023 für 103 Millionen Euro zu Real Madrid.

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Kritiker werfen dem Klub jedoch vor, in den letzten Jahren oft zu zögerlich agiert zu haben – etwa bei Vertragsverlängerungen oder Transfers. Cramer verteidigt die aktuellen Schritte hingegen als mutig und zukunftsorientiert. Besonders die Abgänge von Brandt und Süle leiten eine neue Phase für die Mannschaft ein.

Während die Gespräche mit Emre Can noch andauern, erschwert sein Kreuzbandriss die Verhandlungen. Dennoch bekräftigt der Verein, an einer Lösung für den wichtigen Führungsspieler zu arbeiten. Cramer stellt klar, dass die anstehenden Veränderungen Teil einer bewussten Strategie sind – und keineswegs Ausdruck von Unentschlossenheit.

Auch andere Bundesliga-Klubs setzen auf ähnliche Modelle. Der FC Bayern München etwa bildete David Alaba aus, ließ ihn dann aber ablösfrei zu Real Madrid wechseln, während Jamal Musiala zum Leistungsträger heranwuchs. RB Leipzig erzielte durch den Verkauf von Dayot Upamecano für 42,5 Millionen Euro an den FC Bayern und Josko Gvardiols Wechsel für 90 Millionen Euro zu Manchester City hohe Gewinne. Bayer Leverkusen wieder streifte durch den Verkauf von Kai Havertz an den FC Chelsea 80 Millionen Euro ein.

Der anstehende Sommerumbruch wird das Gesicht der Dortmunder Mannschaft prägen: Brandt, Süle und Özcan werden den Verein verlassen, während die Vertragsgespräche mit Emre Can Priorität haben – auch wenn seine Rückkehr ungewiss bleibt. Crammers Betonung von Mut und Zuversicht deutet darauf hin, dass der BVB eine neue Ära einläutet: eine, die auf kalkulierte Risiken setzt statt auf Zögern.

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