28 January 2026, 12:28

Dortmunds Krise hinter den Kulissen: Warum Transferchaos und Taktikzweifel die Saison überschatten

Ein Plakat der FC Levadia Tallinn-Mannschaft mit einer Gruppe von Menschen im Vordergrund, Fußballbällen auf dem Boden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Text mit einem Logo unten.

Dortmunds Krise hinter den Kulissen: Warum Transferchaos und Taktikzweifel die Saison überschatten

Borussia Dortmund hat eine starke Saison gespielt – mit nur einer Niederlage in der Bundesliga und dem Einzug in die K.-o.-Phase der Champions League. Doch hinter den Kulissen wächst die Frustration über Ineffizienzen bei Transfermarkt, Kaderplanung und der sportlichen Ausrichtung.

Die Vereinsführung – darunter Sportdirektor Sebastian Kehl, Technischer Direktor Lars Ricken und Cheftrainer Niko Kovač – steht in der Kritik, weil ihr uneinheitliches Vorgehen wichtige Bundesliga Spieler vereitelt und die Nachwuchsförderung behindert hat.

Dortmunds Transfermarkt leidet unter zu vielen Entscheidern. 2024 verpasste der Klub trotz Kehls Verhandlungen die Verpflichtung von Dean Huijsen, weil Verzögerungen und widersprüchliche Meinungen den Deal scheitern ließen. Ähnlich problematisch war die überraschende Rückholaktion von Anselmino von Chelsea, die zu überstürzten internen Lösungen statt zu einem klaren Plan führte.

Auf dem Platz hat Kovač seit seinem Amtsantritt 54 Spiele betreut – mit 32 Siegen und 10 Niederlagen. Zwar ist seine Bilanz solide, doch wächst die Skepsis gegenüber seiner Taktik. Die Stars der Mannschaft zeigen oft blasse Leistungen, und kein junger Spieler hat sich unter ihm durchgesetzt. Dortmund war traditionell für schnelle, offensive Bundesliga Spieler bekannt, doch Kovačs System hat sich von diesem Stil entfernt – etwas, das der Verein nun wiederbeleben will.

Vertragsprobleme und eine gewisse Selbstzufriedenheit im Kader verschärfen die Lage. Einige Spieler profitieren von übergroßzügigen Verträgen, während andere die Erwartungen nicht erfüllen. Der Klub fordert mehr Dominanz in den Spielen – mit klaren, überzeugenden Siegen statt knappen Erfolgen oder Remis.

Nun muss die Führungsebene diese strukturellen und taktischen Defizite angehen. Entscheidungsprozesse bei Transfermarkt müssen gestrafft, die Kadertiefe verbessert und der Spielstil wieder offensiver ausgerichtet werden. Das Ziel: aus guten Ergebnissen eine konstant überlegene Mannschaft unter Kovač zu formen.