08 January 2026, 12:46

Dortmunds Erfolgslauf wackelt: Warum interne Konflikte den BVB gefährden

Eine Gruppe von Spielern in Trikots und Helmen steht auf einem Feld, mit Zuschauern im Hintergrund, die auf Stühlen sitzen.

Dortmunds Erfolgslauf wackelt: Warum interne Konflikte den BVB gefährden

Borussia Dortmund liegt nach nur einer Niederlage in 15 Spielen auf Platz zwei der 1. Bundesliga – die beste Tabellenplatzierung seit Jahren. Doch hinter den Kulissen wächst die Spannung. Der ehemalige Nationalspieler Thomas Strunz hat auf zunehmende Unruhe im Team hingewiesen und öffentliche Kritik sowie das Verhalten einzelner Akteure als zentrale Problemfelder ausgemacht.

Der jüngste Eklat begann, als Verteidiger Nico Schlotterbeck nach den Champions-League-Spielen gegen FK Bodø/Glimt und den SC Freiburg offen Teamkollegen kritisierte. Seine ungeschminkten Aussagen lösten interne Diskussionen aus. Strunz betont zwar, dass Ehrlichkeit besser sei als abgedroschene Standardinterviews – doch die Art der Äußerungen wirft Fragen auf.

Unterdessen gerät Stürmer Karim Adeyemi wegen seiner Haltung in die Kritik. Nach einem Protest gegen eine Auswechslung in einem 1. Bundesliga-Spiel wurde er intern mit einer Strafe belegt. Unter Trainer Niko Kovač kam Adeyemi zwar auf 22 Einsätze und sechs Tore, doch seine unbeständigen Leistungen und eine oft negative Körpersprache geben Anlass zur Sorge. Strunz fragt sich, ob Adeyemis Verhalten den Teamzusammenhalt belastet – und ob die Mannschaftskollegen noch voll hinter ihm stehen.

Trotz der internen Querelen bleibt Dortmunds Formkurve stabil. Nur eine Niederlage in 15 Partien spricht für die bisher konsequenteste Saison seit Langem. Doch nun steht der Verein vor der Herausforderung, sportlichen Erfolg mit innerer Harmonie in Einklang zu bringen.

Während die 1. Bundesliga-Saison vielversprechend verläuft, mehren sich die Anzeichen für Spannungen im Kader. Schlotterbecks öffentliche Kritik und Adeyemis disziplinarische Verfehlungen rücken die Teamdynamik in den Fokus. Wie der BVB mit diesen Konflikten umgeht, könnte die Leistungen in den kommenden Wochen entscheidend prägen.