Dortmunds Champions-League-Aus reißt 30-Millionen-Loch in die Vereinsplanung
Laila SchomberDortmunds Champions-League-Aus reißt 30-Millionen-Loch in die Vereinsplanung
Borussia Dortmunds Aus in der Champions League hinterlässt ein Millionenloch
Der vorzeitige Abschied von Borussia Dortmund aus der Champions League stellt den Verein vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Sportdirektor Sebastian Kehl räumte ein, dass das Ausscheiden nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein harter Schlag sei. Der Klub hatte mit den Einnahmen aus der Champions League langfristige Projekte finanzieren wollen.
Die Niederlage gegen PSV Eindhoven im März beendete Dortmunds Champions-League-Saison bereits in den Play-offs. Ein Erreichen des Achtelfinals hätte eine Prämie von 11 Millionen Euro eingebracht. Stattdessen entgehen dem Verein nun garantierte Einnahmen – die Gesamtverluste werden auf 12 bis 22 Millionen Euro geschätzt.
Vor dem Ausscheiden war der BVB von einer Saisonbilanz zwischen 5 Millionen Euro Gewinn und 5 Millionen Euro Verlust ausgegangen. Durch das überraschende Scheitern klafft nun eine Lücke von rund 30 Millionen Euro, was zu Kürzungen im Transferbudget und einer stärkeren Abhängigkeit von Sponsorengeldern zwingt. Dennoch bleiben laufende Vorhaben wie der Stadionausbau und die Modernisierung der Nachwuchsakademie unberührt.
Sportlich konzentriert sich Dortmund nun ausschließlich auf die Bundesliga. Aktuell auf Platz zwei liegend, hat die Mannschaft acht Punkte Rückstand auf den FC Bayern München. Mit dem frühen Aus im DFB-Pokal gibt es in dieser Saison keine weiteren Wettbewerbe mehr.
Die finanziellen Einbußen erfordern zwar ein umsichtiges Management, doch der BVB hat dagegen-gesteuert, ohne zentrale Projekte zu stoppen. Ohne europäischen Fußball richtet sich der Fokus nun ganz auf ein starkes Bundesliga-Finale. Die Vereinsführung betont, dass der Rückschlag die langfristige Planung nicht gefährdet.






