06 March 2026, 16:12

Dortmunder Polizei stärkt Sonderkommission gegen Kindesmissbrauch bis 2026

Eine Liniengrafik, die die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem Text.

Dortmunder Polizei stärkt Sonderkommission gegen Kindesmissbrauch bis 2026

Die Dortmunder Polizei hat in den letzten Jahren bedeutende Schritte unternommen, um Sexualstraftaten an Kindern entschlossener zu bekämpfen. 2022 wurde mit der Sonderkommission Kindesmissbrauch (Soko KiPo) eine spezialisierte Einheit eingerichtet, die sich auf diese Fälle konzentriert. Nun plant die Behörde, dieses Team bis 2026 als festen Bestandteil ihrer Struktur zu verankern.

Seit ihrem Start hat die Einheit 47 Tatverdächtige identifiziert, wobei nach ihrer Gründung 12 weitere Fälle hinzukamen. Die Arbeit führte zudem kürzlich zu einem Gerichtsurteil gegen einen verurteilten Täter – ein deutliches Signal für die konsequente Haltung der Stadt gegen solche Verbrechen.

Die Sonderkommission zur Bekämpfung von kinderpornografischem Material (Soko KiPo) nahm im Juni 2022 ihre Arbeit auf. Ihre Gründung markierte einen Wandel in der Herangehensweise der Dortmunder Polizei an Fälle von Kindesmissbrauch. Die Einheit setzt speziell geschulte Ermittler ein, um Täter gezielter zu überführen.

Durch den erhöhten Druck auf Sexualstraftäter hat das Team bereits Fortschritte erzielt: 47 Tatverdächtige wurden ermittelt, 12 weitere Fälle kamen seit den Anfängen der Einheit hinzu. Zudem legt die Polizei – in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Landespolizei Nordrhein-Westfalen – Wert auf psychologische Betreuung für Beamte, die mit solch belastendem Material konfrontiert sind.

In einem separaten Fall wurde ein ehemaliger Polizist nach Vorwürfen im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material entlassen. Der Beamte, der seit 2013 im Kriminalkommissariat tätig gewesen war, wurde vom damaligen Polizeichef Gregor Lange sofort suspendiert. Es folgten Entlassungsverfahren, gegen die der Beschuldigte keinen Widerspruch einlegte. Ein Gericht verhängte zudem ein Betretungsverbot für alle Polizeidienststellen in Dortmund.

Der stellvertretende Polizeichef Achim Stankowitz begrüßte kürzlich ein Gerichtsurteil gegen einen weiteren Kindesmissbrauchstäter. Das Urteil wurde als starkes Signal gegen solche Straftaten gewertet und unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörde, die Produktion und Verbreitung missbräuchlicher Inhalte zu bekämpfen.

Die dauerhafte Etablierung der Soko KiPo bis 2026 wird das Engagement der Dortmunder Polizei im Kampf gegen Kindesmissbrauch weiter festigen. Die Arbeit der Einheit hat bereits zu zahlreichen Ermittlungen und einer aktuellen Verurteilung geführt. Mit fortlaufender Unterstützung und spezialisierter Ausbildung will die Polizei den Druck auf Täter aufrechterhalten und besonders schutzbedürftige Opfer bewahren.

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