Dortmund reagiert auf alte Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Mitarbeiter
Kirsten HentschelBorussia Dortmund äußert sich zu Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gegen ehemaligen Mitarbeiter - Dortmund reagiert auf alte Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Mitarbeiter
Borussia Dortmund hat auf Vorwürfe sexuellen Missbrauchs durch einen ehemaligen Mitarbeiter reagiert. Die Vorfälle, die mehr als 20 Jahre zurückliegen, wurden kürzlich von der Bild am Sonntag berichtet, ohne dass der Beschuldigte namentlich genannt wurde. Der Verein hat umgehend Maßnahmen ergriffen, um den Fall aufzuarbeiten.
Die Vorwürfe waren erstmals 2010 bekannt geworden, als ein Anwalt des Opfers Borussia Dortmund kontaktierte. Damals wies der Beschuldigte die Anschuldigungen zurück, und es wurde keine Strafanzeige erstattet. Der Verein bestätigte nun, dass ihm 2023 ein weiterer Vorwurf gegen dieselbe Person gemeldet wurde.
Borussia Dortmund handelte schnell und beendete sämtliche verbleibenden Verbindungen des ehemaligen Mitarbeiters zum Club. Ein Vorstandsmitglied wurde mit der weiteren Aufklärung des Falls beauftragt – ein Zeichen dafür, wie ernst der Verein die Angelegenheit nimmt.
In einer Stellungnahme verwies der BVB auf sein 2019 eingeführtes Schutzkonzept, das sexueller Gewalt vorbeugen soll. Dazu gehören externe und anonyme Meldestellen für Betroffene. Trotz anhaltender Leugnung durch den Beschuldigten betonte der Verein sein Bestreben, den Fall umfassend aufzuklären.
Der Name des ehemaligen Mitarbeiters bleibt unbekannt, doch er wurde von allen vereinsbezogenen Aktivitäten ausgeschlossen. Die Reaktion des BVB umfasst sowohl die Beendigung der Zusammenarbeit als auch eine formelle Untersuchung. Der Fall wirft ein Licht auf die bestehenden Schutzmaßnahmen des Vereins, stellt aber auch Fragen zur früheren Handhabung solcher Vorwürfe.






