31 January 2026, 04:29

Dorothee Bär erhält den Orden gegen den tierischen Ernst für politischen Humor

Ein altes Zeitungsblatt mit einer Karikatur eines Mannes in Zylinder und einer Frau in Kleid, beide sorgenvoll, betitelt 'Berliner Wespn, Juli 1873'.

Dorothee Bär erhält den 'Frohsinn'-Orden - Dorothee Bär erhält den Orden gegen den tierischen Ernst für politischen Humor

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erhält an diesem Samstag in Aachen den Orden gegen den tierischen Ernst. Die Aachen Karnevalsgesellschaft (AKV) hat sie als 76. Preisträgerin der renommierten Auszeichnung ausgewählt. Bär, bekannt für ihren Scharfsinne, folgt damit politischen Schwergewichten wie Konrad Adenauer und Helmut Schmidt.

Die Auszeichnung, offiziell Auszeichnung gegen den ernsten Ernst genannt, wurde 1951 erstmals an Walter Kolb verliehen. Sie ehrt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Humor mit ihrem beruflichen Wirken verbinden. Die AKV betonte, dass Bärs schlagfertiger Witz nicht nur ihr Markenzeichen sei, sondern auch ein wirksames politisches Instrument.

Bär hat sich durch lockere Auftritte einen Namen gemacht, darunter ihre Darstellung der Kaiserin Sisi bei Fastnacht in Franken. Sie bezeichnete die Ehrung als besonders bedeutsam, da sie Menschlichkeit, Selbstironie und Humor im öffentlichen Leben in den Mittelpunkt stelle.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wird die Laudatio bei der Verleihung halten. Zu den früheren Preisträgern zählt auch der aktuelle Bundeskanzler Friedrich Merz – ein weiterer Beleg dafür, dass die Auszeichnung vor allem Politiker auszeichnet, die Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit verbinden.

Der Orden gegen den tierischen Ernst reiht Bär in die illustre Schar von Politikern ein, die für ihren Humor gewürdigt werden. Die Auszeichnung steht in einer langen Tradition, die Persönlichkeiten ehrt, die Wärme und Witz in den öffentlichen Dienst bringen. Die feierliche Verleihung findet am Samstagabend in Aachen statt.