Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

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Drei Jungen stehen neben einem Schreibtisch mit zwei Computern, einer spricht in ein Mikrofon, trägt ID-Karten mit roten Markierungen, vor einer Wand mit einem Werbeplakat, auf dem "Russia Imagine 2013" steht.

Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang

Solingen – Nach über einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 verständigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – doch von Euphorie kann keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu zahlreich sind die Geräte, die seit Langem kaputt in den Regalen stehen.

Nach monatelanger Unsicherheit steht nun eine neue Vereinbarung zur Finanzierung der digitalen Bildung. Bund und Länder haben den DigitalPakt 2.0 besiegelt und stellen damit fünf Milliarden Euro für den Zeitraum von 2026 bis 2030 bereit. Zwar bringt der Deal Entlastung, doch Sorgen über die Höhe der Mittel und das Ausmaß der anstehenden Herausforderungen bleiben.

Am 18. Dezember 2025 billigten alle 16 Bundesländer auf der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin den DigitalPakt 2.0. Das Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro – je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen – soll in die digitale Infrastruktur fließen, darunter auch technische Geräte. Eine konkrete Aufschlüsselung für die Beschaffung von Hardware fehlt jedoch.

Die fünfjährige Finanzierungszusage gilt als entscheidend für die langfristige Planung in Städten wie Solingen. Monatlang hatten lokale Behörden Reparaturen und Ersatzbeschaffungen verschoben, weil die Förderperspektiven unklar waren. Doch der neue Pakt sieht weniger Geld vor als sein Vorgänger – Zweifel an seiner Wirkung sind daher groß. Kritiker monieren, dass es nicht reicht, lediglich defekte Technik zu ersetzen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), eine Lehrergewerkschaft, fordert moderne Unterrichtsmethoden, eine KI-taugliche Infrastruktur und bessere Fortbildungen für das Personal. Zudem verlangt der Verband eine schnellere, bürokratiearme Mittelvergabe sowie frühzeitige Gespräche über einen DigitalPakt 3.0, um künftige Finanzierungslücken zu vermeiden.

Ein weiteres Problem ist die mögliche Verwendung der Gelder durch die Länder. Einige könnten ihre eigenen Ausgaben gegen die Bundesmittel verrechnen – und damit weniger für Neuinvestitionen übrig lassen. Das dämpft die Begeisterung in Solingen, wo man die Bedeutung des Pakts zwar anerkennt, aber gleichzeitig die gewaltige Aufgabe betont, die noch vor den Schulen liegt.

Der DigitalPakt 2.0 schafft bis 2030 einen Rahmen für die Modernisierung der Schulen. Die fünf Milliarden Euro sollen Infrastrukturprojekte fördern, doch Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit bleiben offen. Nun warten die Schulen auf klarere Vorgaben zur Mittelverteilung und zur Planung über das aktuelle Abkommen hinaus.

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