"Die Hexenkuh" im Staatstheater Wiesbaden: Ein magisches Fest für die ganze Familie
Laila Schomber"Die Hexenkuh" im Staatstheater Wiesbaden: Ein magisches Fest für die ganze Familie
Das Staatstheater Wiesbaden inszeniert Michael Endes "Die Hexenkuh" als festliches Familienstück
Das Staatstheater Wiesbaden hat Michael Endes "Die Hexenkuh" als ein festliches Familienspektakel auf die Bühne gebracht. Mit fast 50 Vorstellungen von Dezember bis Silvester verbindet die Produktion düstere Märchenmotive mit Humor und Musik. Sie führt junge Zuschauer durch eine gruselig-schöne, doch letztlich belebende geschichte, die eine klare moralische Botschaft im Kern trägt.
Das Stück verwandelt eine potenziell beängstigende Erzählung in ein mitreißendes Erlebnis für Kinder. Ein sprechender Rabe, der fälschlich für ein Brathähnchen gehalten wird, sorgt bereits früh für Lacher. Die musikalischen Einlagen – bewusst schief intoniert – halten die Stimmung leicht und verspielt.
Die Inszenierung baut Spannung gekonnt auf und nutzt den Silvester-Countdown als dramatisches Stilmittel. Rauch Effekte, eine sich hebende Bühnenplattform und mehrschichtige Klanglandschaften verstärken die Atmosphäre, ohne jüngere Zuschauer zu überfordern. Diese Elemente verleihen den Dialogen Dringlichkeit, bleiben dabei aber kindgerecht. Im Finale kommt die zentrale Aussage der Geschichte zur Geltung: dass Taten Konsequenzen haben und niemand wirklich unbesiegbar ist. Die Schluss-Szene zeigt eine Made, die in die Feierlichkeit hineintanzt – ein Symbol für den Sieg des Guten über das Böse. Diese verspieltere Note unterstreicht den Silvester-Gedanken von Erneuerung und Hoffnung.
Mit einer Mischung aus Komik, Musik und harmlosen Schauereffekten ist "Die Hexenkuh" ein festliches Highlight für die ganze Familie. Die Produktion des Staatstheaters Wiesbaden läuft noch bis zum 31. Dezember und bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Stück zu erleben. Durch die gelungene Balance aus Unterhaltung und moralischer Klarheit ist es eine ideale Wahl für die Feiertage.