19 December 2025, 18:09

Deutschland: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Ein Elefant in einer natürlichen Umgebung.

Deutschland: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Wuppertal: Beunruhigende Videoaufnahmen aus dem Zoo

Elefanten für kommerzielle Zwecke ausgebeutet: Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden und von PETA veröffentlicht wurden, zeigen, wie die Tiere im Wuppertaler Zoo von Tierpflegern gewaltsam unterworfen, zum Posieren mit Besuchern gezwungen und zu Kunststücken gedrängt werden. Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen wurden von PETA informiert, zeigten jedoch kein Interesse an einem persönlichen Gespräch. Die Tierrechtsorganisation fordert daher die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf...

Veröffentlicht am 6. November 2018, 11:15 Uhr

Beunruhigende Videoaufnahmen decken die harte Behandlung von Elefanten im Wuppertaler Zoo auf. Zu sehen ist, wie Pfleger aggressive Methoden anwenden – darunter den Einsatz von Bullenhaken und das Zerren an Stoßzähnen –, um die Tiere zu kontrollieren. Zudem wird dem Zoo vorgeworfen, die Elefanten für kommerzielle Veranstaltungen auszubeuten, von Hochzeiten bis hin zu privaten Führungen in ihrem Gehege.

Die zwischen Mai und Juli 2018 aufgezeichneten Bewegtbilder zeigen, wie die Elefanten in unnatürliche Positionen gezwungen werden, um Fotos mit Besuchern zu ermöglichen. Ein Tier musste auf Kommando seinen Rüssel heben, ein anderes einen Menschen auf dem Rücken tragen. Berichten zufolge setzten die Pfleger Bullenhaken ein und zerrten an den Stoßzähnen, um die Elefanten selbst während routinemäßiger Waschvorgänge zu dominieren.

Von der Misshandlung sind auch junge Elefanten betroffen: Das Baby Tuffi wird bereits demselben psychischen Stress ausgesetzt. PETA verurteilte diese Praktiken und fordert einen sofortigen Wechsel zu „Protected Contact“ – einem System, bei dem Barrieren Tiere und Personal sicher trennen. Die Organisation wies zudem darauf hin, dass ähnliche Misshandlungen auch in anderen deutschen Zoos dokumentiert wurden. PETA informierte Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und Mitglieder des Stadtrats über die Vorfälle, erhielt jedoch keine Antwort. Angesichts rückläufiger Besucherzahlen scheint der Zoo solche Veranstaltungen zu nutzen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Selbst für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder exklusive Backstage-Touren werden die Elefanten herangezogen.

PETA fordert nun die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf, die Misshandlung der Afrikanischen Elefanten umgehend zu beenden. Die Organisation besteht auf einen Übergang zu sichereren Umgangsmethoden und ein Ende der kommerziellen Ausbeutung. Bisher haben weder der Zoo noch lokale Verantwortliche öffentlich zu den Vorwürfen Stellung genommen.