Deutschland beschleunigt: Neue Partnerschaften bringen Hochgeschwindigkeitsinternet in tausende Haushalte
Linus JesselDeutschland beschleunigt: Neue Partnerschaften bringen Hochgeschwindigkeitsinternet in tausende Haushalte
Mehrere neue Partnerschaften erweitern den Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet in ganz Deutschland. Unternehmen und Kommunalverwaltungen arbeiten gemeinsam daran, schnellere Verbindungen für tausende Haushalte bereitzustellen. Im Mittelpunkt dieser Vereinbarungen stehen sowohl Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung (FTTH) als auch die Technologie für sehr hohe Datenübertragungsraten über Kupferkabel (VDSL).
In Baden-Württemberg hat NetCom BW eine Kooperation mit der Deutschen Telekom geschlossen, um VDSL-Dienste anzubieten. Die Vereinbarung nutzt das Glasfaser-netz bis zum Verteilerkasten (FTTC) von EnBW und versorgt damit etwa 100.000 Haushalte.
Unterdessen haben in Saarland OXG, Vodafone und die Landesregierung eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ihr Vorhaben sieht vor, FTTH-Anschlüsse für 51.700 Haushalte in Saarbrücken und Völklingen auszubauen.
In Niedersachsen hat das Joint Venture Glasfaser Nordwest von Telekom und EWE eine Partnerschaft mit den Stadtwerken Osnabrück geschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht Dienstleistungen für über 90.000 Haushalte in Osnabrück und Wallenhorst.
In Duisburg hat Westconnect ein 100 Kilometer langes Glasfasernetz fertiggestellt, das mehr als 1.900 Haushalte in sechs Stadtteilen verbindet. Zudem haben 1&1 Versatel und Duisburg CityCom (DCC) eine Vereinbarung getroffen, um das 290 Kilometer lange FTTH-Netz von DCC gemeinsam zu nutzen und so über 25.000 Adressen zu erreichen.
Diese Kooperationen basieren auf Open-Access-Modellen, bei denen mehrere Anbieter dieselbe Infrastruktur nutzen. Dieser Ansatz soll durch mehr Wettbewerb und Auswahlmöglichkeiten weitere Kunden gewinnen.
Der Ausbau von Glasfasernetzen hängt davon ab, genug Abnehmer zu gewinnen, um die Baukosten zu decken und die Rentabilität zu sichern. Die neuen Vereinbarungen werden in den kommenden Jahren zehntausende Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen. Genauere Zahlen zur Gesamtabdeckung bis 2026 bleiben jedoch unklar, da die Prognosen der einzelnen Regionen noch nicht zusammengeführt wurden.






