Deutsche vor Gericht: Spendensammlung für IS-Kämpfer über Jahre hinweg
Laila SchomberAufrufe für inhaftierte IS-Angehörige: Deutscher Sympathisant angeklagt - Deutsche vor Gericht: Spendensammlung für IS-Kämpfer über Jahre hinweg
Eine Deutsche muss sich wegen der Unterstützung der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) vor Gericht verantworten. Nadine D. wurde im vergangenen September in Düsseldorf festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Den Ermittlungsbehörden zufolge sammelte sie über mehrere Jahre hinweg Spenden und förderte Solidaritätsbekundungen für inhaftierte IS-Mitglieder. Laut Anklage betrieb Nadine D. die Initiative mindestens seit 2019. Im Rahmen der Aktion wurden knapp 15.000 Euro für inhaftierte IS-Kämpfer gesammelt. Zudem rief sie Sympathisanten dazu auf, Briefe und Fotos mit aufmunternden Botschaften an die Gefangenen zu schicken. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, damit gezielt eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen. Der Fall reiht sich in eine größere Entwicklung in Deutschland ein: In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 25 Personen oder Gruppen wegen der Unterstützung extremistischer Vereinigungen wie IS oder Al-Qaida angeklagt oder verurteilt. Allein 2023 registrierten die Bundesanwälte zwölf solche Verfahren. Die Ermittlungen gegen D. dauern an, während sie auf ihren Prozess wartet. Ihre Festnahme im September war der jüngste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen gegen mutmaßliche IS-Sympathisanten im Land. Die Vorwürfe gegen D. unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, die finanzielle und ideelle Unterstützung für Terrornetzwerke zu unterbinden. Bei einer Verurteilung drohen ihr empfindliche Strafen nach den deutschen Antiterrorgesetzen. Der Fall spiegelt zudem die allgemeinen Sorgen über Extremistenrekrutierung und -finanzierung innerhalb Deutschlands wider.






