01 January 2026, 08:14

Deutsche Telekom plant europäische KI-Gigafactory mit Schwarz Gruppe – doch regulatorische Vorwürfe belasten

Eine Werbung mit Robotern und Text.

Deutsche Telekom plant europäische KI-Gigafactory mit Schwarz Gruppe – doch regulatorische Vorwürfe belasten

Deutsche Telekom steht vor Chancen und Herausforderungen beim Ausbau der künstlichen Intelligenz – und gleichzeitig wachsender regulatorischer Prüfung. Aktuell notiert die Aktie des Konzerns bei 27,43 Euro, leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt, trotz optimistischer Prognosen von Analysten.

Gleichzeitig strebt das Unternehmen mit einer neuen Partnerschaft zur Schwarz Gruppe den Aufbau einer europäischen „KI-Gigafactory“ an, um die Abhängigkeit von US-Techgiganten zu verringern.

Deutsche Telekom und die Schwarz Gruppe wollen eine unabhängige KI-Infrastruktur schaffen. Das als „KI-Gigafactory“ bezeichnete Projekt zielt darauf ab, die Abhängigkeit von amerikanischen Hyperscalern zu reduzieren und gleichzeitig ein neues Geschäftsfeld im B2B-Bereich zu erschließen. Analysten bewerten diesen Schritt als strategisch klug für das langfristige Wachstum des Konzerns.

Auf regulatorischer Ebene wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Deutschen Telekom vor, mit „Dark Patterns“ – manipulativen Designelementen im Internet – Kunden die Kündigung von Verträgen bewusst zu erschweren. Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Bedenken gegen diese Praktiken geäußert. An der Börse kämpft die Aktie derweil mit Stabilität: Sie handelt knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 28,11 Euro. Dennoch bleiben die Analysten von KeyBanc Capital Markets zuversichtlich, was T-Mobile US, die US-Tochter von Deutsche Telekom, angeht – dank deren starker Marktposition. Der faire Wert der Aktie wird auf 37 bis 39 Euro geschätzt. Anleger blicken nun gespannt auf die nächsten Quartalszahlen, die am 26. Februar 2026 erwartet werden. Für 2025 wird eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie prognostiziert, ausgezahlt voraussichtlich im April 2026.

Die KI-Kooperation mit der Schwarz Gruppe könnte die Position der Deutschen Telekom im europäischen Technologiemarkt stärken. Doch anhaltende regulatorische Vorwürfe und die volatile Aktienperformance könnten in den kommenden Monaten das Anlegervertrauen beeinflussen. Der nächste Finanzbericht des Konzerns wird weitere Aufschlüsse über die aktuelle Entwicklung und die Zukunftsaussichten geben.