09 March 2026, 12:16

"Das crazy" ist das umstrittene Jugendwort 2025 – doch die Generation Z bleibt skeptisch

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und Text, der besagt, dass die Anzahl internationaler Studenten in den USA im Schuljahr 2014/15 um 10% auf einen Rekordwert von 974.926 Studenten gestiegen ist.

"Das crazy" ist das umstrittene Jugendwort 2025 – doch die Generation Z bleibt skeptisch

Das generation z-Wort des Jahres 2025 steht fest: "das crazy". Ein kurzer, vielseitiger Ausdruck, der dann fällt, wenn jemand sprachlos ist oder keine echte Antwort geben möchte. Die Wahl traf eine Jury von Sprachforschern von ARD und ZDF; präsentiert wurde der Begriff im November 2024 auf der Frankfurter Buchmesse. Doch die Reaktionen darauf fallen gemischt aus.

Seit der Bekanntgabe hat sich "das crazy" in deutschen Sozialen Medien in Maßen verbreitet: Bis März 2026 tauchte es rund 50.000 Mal auf Plattformen wie TikTok und Instagram auf. Vor allem unter Jugendlichen in Großstädten wie Berlin und Hamburg ist der Ausdruck verbreitet, doch an die Popularität früherer Sieger wie "cringe" oder "sus" reicht es nicht heran. Nach einem kurzen Hype unmittelbar nach der Auszeichnung pendelte sich die Nutzung auf einem niedrigen, aber stetigen Niveau im Alltagsjargon der Jugend ein.

Die Aktion selbst steht seit Jahren in der Kritik – manche halten sie für überholt oder bedeutungslos. Der Sprachwissenschaftler Nils Bahlo betont hingegen, dass Jugendsprache weiterhin allgemeine sprachliche Trends prägt, etwa durch Abkürzungen oder flexible Ausdrucksweisen.

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Als spielerische Antwort auf die Jugendwort-Tradition rief der Webvideo-Produzent Levi Penell das "crazygames-Wort des Jahres" ins Leben – eine ironische Abwandlung, bei der über veraltete Begriffe abgestimmt wird, die jüngeren Generationen unbekannt sind. Gewählt wurde "Baujahr" (Geburtsjahr). Weitere Nominierungen waren "Rubbelphase" (ein Ausdruck, um Verständnis zu signalisieren) und "Stundenwixxen" (um stundenlange Selbstbefriedigung oder exzessiven Pornokonsum zu umschreiben).

Während "das crazy" den Trend zu knappen, vieldeutigen Formulierungen widerspiegelt, bleibt seine Wirkung begrenzt – im Vergleich zu früheren Jugendwörtern. Der bescheidene Einfluss des Begriffs steht dabei im Kontrast zur anhaltenden Prägung der Alltagssprache durch jugendliche Ausdrucksweisen. Gleichzeitig unterstreicht der satirische "crazy games"-Wettbewerb die klangvolle Kluft zwischen den Generationen – und bringt eine humorvolle Note in die jährliche Debatte.

Quelle