Daniel Flemm gewinnt Solinger Bürgermeister-Stichwahl mit 57,75 Prozent
Linus JesselDaniel Flemm gewinnt Solinger Bürgermeister-Stichwahl mit 57,75 Prozent
Daniel Flemm hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen mit klarer Mehrheit gewonnen. Der CDU-Kandidat sicherte sich 57,75 Prozent der Stimmen und besiegte damit seinen SPD-Herausforderer Josef Neumann. Als das vorläufige Ergebnis am Sonntagabend im Glaswerk verkündet wurde, brachen unter den Unterstützern laute Jubelrufe aus.
Flemm traf bereits vor der offiziellen Bekanntgabe unter Applaus ein. Seine Reaktion war emotional – der frisch gewählte Bürgermeister sagte sichtlich bewegt: „Super – ich kann es immer noch nicht ganz fassen.“ Später bedankte er sich bei seinem Kontrahenten für einen fairen Wahlkampf und lobte Neumanns Geste, ihn für eine gemeinsame Ansprache auf die Bühne zu bitten.
Die Wahlbeteiligung lag bei 35,89 Prozent, wobei 43.584 gültige und 704 ungültige Stimmzettel abgegeben wurden. Neumann, der auf 42,25 Prozent der Stimmen kam, betonte in seiner Niederlage die Notwendigkeit des Zusammenhalts. Er rief Flemm dazu auf, parteiübergreifend zu arbeiten – ein Appell, den der Sieger in seiner eigenen Rede aufgriff.
Auch der scheidende Bürgermeister Tim Kurzbach übermittelte Flemm seine Glückwünsche und mahnte ihn, stets im Sinne der Stadt zu handeln. Der neue Bürgermeister skizzierte seine ersten Schritte: die Organisation seiner Fraktion, die Vorbereitung auf das Amt sowie die Konzentration auf zentrale Themen wie Wirtschaftsförderung, öffentliche Sicherheit und Verwaltungsreform.
Flemm tritt sein Amt nun mit einem klaren Auftrag zur überparteilichen Zusammenarbeit an. Zu seinen Prioritäten zählen wirtschaftliches Wachstum, Reformen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und die Straffung der Kommunalverwaltung. Der Wechsel an der Spitze folgt auf einen Wahlkampf, der von Aufrufen zur Einheit und einem deutlichen Votum der Wähler für Veränderung geprägt war.






