Cyberangriff auf Stadtwerke Detmold: 80.000 Kunden ohne Online-Dienste
Mark BolnbachCyberangriff auf Stadtwerke Detmold: 80.000 Kunden ohne Online-Dienste
Cyberangriff legt IT-Systeme der Stadtwerke Detmold lahm
Ein Cyberangriff am Sonntagabend hat die IT-Systeme der Stadtwerke Detmold, eines wichtigen Energieversorgers in Nordrhein-Westfalen, schwer beeinträchtigt. Durch den Vorfall können mehr als 80.000 Kunden seit Tagen weder auf Online-Dienste zugreifen noch das Unternehmen telefonisch erreichen. Die Behörden bestätigen jedoch, dass die Energieversorgung trotz der Störungen stabil bleibt.
Der Angriff erfolgte spätabends und legte die digitale Infrastruktur des Versorgers komplett lahm. Kunden können das Online-Portal nicht mehr für Routineaufgaben nutzen, auch die Telefonleitungen sind ausgefallen. Für dringende technische Probleme wurde eine Notfall-Hotline eingerichtet, wann jedoch die vollständige Wiederherstellung der Dienste erfolgt, ist noch unklar.
Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Region. Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren die Stadtwerke Detmold Ziel eines ähnlichen Cyberangriffs gewesen – damals blieb die Energieversorgung jedoch unbeeintrachtigt. Unterdessen verzeichnet Eon, ein weiterer großer Energieanbieter mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, in den letzten fünf Jahren eine zehnhfache Zunahme täglicher Cyberbedrohungen. Das Unternehmen arbeitet mittlerweile mit externen Experten zusammen, um mögliche Angriffe zu simulieren und abzuwehren.
Die Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) hat die Ermittlungen übernommen. Bisher gibt es keine Bestätigung, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Der Versorger überwacht die Lage weiterhin und konzentriert sich darauf, die IT-Systeme wiederherzustellen.
Die Stadtwerke Detmold versorgen eine große Bevölkerung mit Strom, Gas und Trinkwasser. Zwar bleibt die Versorgung unbeeinträchtigt, doch der Cyberangriff hat essenzielle Kommunikationswege unterbrochen. Sowohl die Ermittlungen des LKA als auch die Wiederherstellungsarbeiten des Unternehmens dauern an – ein konkreter Zeitplan für die vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb steht noch aus.






