18 February 2026, 10:22

Combat 18: Verfahren gegen mutmaßliche Rädelsführer vorläufig eingestellt

Eine Gruppe von Menschen steht vor dem beleuchteten Reichstagsgebäude in Berlin, Deutschland, mit den Worten "Kämpfe für die Freiheit" auf dem Boden im Vordergrund.

Prozess gegen rechtsextremistische Gruppe Combat 18 in Dortmund vorerst ausgesetzt - Combat 18: Verfahren gegen mutmaßliche Rädelsführer vorläufig eingestellt

Ein deutsches Gericht hat das Verfahren gegen vier mutmaßliche Rädelsführer der verbotenen rechtsextremen Gruppe Combat 18 vorläufig eingestellt. Die Aussetzung ist an eine finanzielle Auflage geknüpft: Jeder der Angeklagten muss bis Mitte August 500 Euro an ein Kinderhilfswerk zahlen. Wird diese Bedingung erfüllt, wird das Verfahren endgültig eingestellt.

Die vier Männer waren im April 2022 während einer bundesweiten Razzia gegen neonazistische Netzwerke festgenommen worden. Bei der Aktion wurden auch 17 weitere mutmaßliche Mitglieder von Combat 18 Deutschland in Gewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die Strukturen der Gruppe mindestens bis zum Frühjahr 2022 aufrechterhalten zu haben.

Einem der Beschuldigten wird vorgeworfen, die Führung übernommen und mindestens 14 geheime Treffen organisiert zu haben. Ein weiterer soll rechtsextreme Rockkonzerte veranstaltet und Merchandise-Artikel mit Symbolen der Gruppe vertrieben haben. Zwei andere sollen Initiationsrituale für neue Mitglieder geplant haben.

Das Landgericht Dortmund stimmte der Verfahrenseinstellung zu, nachdem sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung geeinigt hatten. Als Begründung führte das Gericht die lange Prozessdauer und die Wahrscheinlichkeit einer Geldstrafe an.

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Die vorläufige Einstellung hängt davon ab, ob die Angeklagten die Zahlungsfrist einhalten. Zahlen sie jeweils 500 Euro an das Kinderdorf bis Mitte August, werden die Anklagepunkte fallen gelassen. Der Fall markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands anhaltendem Vorgehen gegen rechtsextremistische Netzwerke.