"Clear" kehrt 2024 zurück – doch Julia Ruhs verlässt den NDR nach interner Kritik
Mark Bolnbach"Clear" kehrt 2024 zurück – doch Julia Ruhs verlässt den NDR nach interner Kritik
Die Diskussionssendung Clear kehrt 2024 mit neuen Folgen zurück – doch hinter den Kulissen gibt es Veränderungen. Während der bayerische Rundfunk BR Julia Ruhs weiterhin als Moderatorin behält, hat der NDR entschieden, ihren Vertrag nicht zu verlängern. Ruhs selbst hat offen über ihre Enttäuschung über diese Entscheidung gesprochen.
Die Sendung startete im April 2024 mit einem Fokus auf kontroverse gesellschaftliche Themen. Die erste Folge Migration: Was läuft falsch? stieß auf Kritik – unter anderem von NDR-Moderatorin Anja Reschke. Trotz dieser Vorbehalte fielen die Reaktionen auf die Pilotfolgen insgesamt positiv aus: 63 Prozent der Befragten bewerteten die Sendung mit den Schulnoten 1 oder 2. Das Format wurde seitdem gelobt, weil es Raum für schwierige Debatten schafft und bei den Zuschauerinnen und Zuschauern auf hohe Akzeptanz stößt.
Intern gab es beim NDR gemischte Reaktionen. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie sich von der Sendung distanzierten. Der BR hingegen bestätigte, Clear mit Ruhs an der Spitze fortzuführen – ein Zeichen des Vertrauens in das Format.
Der NDR sucht unterdessen nach einer neuen Moderatorin oder einem neuen Moderator als Ersatz für Ruhs. Wer die Position übernehmen wird, steht bisher noch nicht fest.
Die Zukunft von Clear ist gesichert: Der BR steht weiterhin hinter dem Format, während der NDR einen Neuanfang vorbereitet. Die Sendung wird auch künftig polarisierende Themen aufgreifen, auch wenn die Resonanz bei Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Publikum gespalten bleibt. Ruhs' Abschied vom NDR markiert einen Einschnitt, doch das Format selbst geht 2024 mit neuem Schwung weiter.






