26 January 2026, 12:27

Christian Keller blickt ohne Bitterkeit auf seinen Abschied beim 1. FC Köln zurück

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fussballfeld und klatscht feierlich mit einer 'Ligue 1'-Tafel im Hintergrund.

Christian Keller blickt ohne Bitterkeit auf seinen Abschied beim 1. FC Köln zurück

Christian Keller, der ehemalige Sportdirektor des 1. FC Köln, hat sich offen über seinen Abschied vom Verein geäußert. Obwohl er kurz vor dem Aufstieg der Mannschaft entlassen wurde, bleibt er pragmatisch. Trotz der emotionalen Belastung hegt Keller keinen Groll gegen den Club.

Keller und Cheftrainer Gerhard Struber wurden nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg von ihren Posten enthoben. Der Zeitpunkt war besonders hart, da Köln kurz darauf den Aufstieg perfekt machte – ein Moment, den Keller mit gemischten Gefühlen vor dem Fernseher verfolgte. Er akzeptierte die Entscheidung, hinterfragte jedoch die Logik dahinter: Ein einziges verpasstes Tor dürfe kein Grund sein, einen Trainer zu entlassen.

Kritik übte er auch am Einfluss des "Gemeinsamen Ausschusses" des Vereins auf sportliche Entscheidungen und bezeichnete den Druck als unangemessen. Keller ist überzeugt, dass Köln auch unter Strubers Führung den Aufstieg geschafft hätte. Ein Streitpunkt war die angebliche Forderung des Clubs, Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren – eine Vorgabe, die Keller rätselhaft fand.

Seit seinem Abschied vom 1. FC Köln hat Keller keine Rückkehr ins Fußballmanagement gewagt. Anfang 2026 gab er bekannt, sich selbstständig zu machen, unter anderem mit Bauprojekten und Tätigkeiten außerhalb des Sports. Zwar zieht es ihn zurück in den Profifußball, doch bisher habe sich keine passende Gelegenheit ergeben, so Keller.

Seine Zukunft bleibt ungewiss: Bisher gab es keine Angebote aus dem Fußball, die seinen Vorstellungen entsprechen. Derzeit prüft er Optionen jenseits des Sports, darunter Führungspositionen in anderen Branchen. Sein Abschied vom 1. FC Köln markiert einen Richtungswechsel – doch er verlässt den Verein ohne Bitterkeit.