Charli XCX zeigt sich im Mockumentary The Moment unerwartet verletzlich
Linus JesselCharli XCX zeigt sich im Mockumentary The Moment unerwartet verletzlich
Charli XCX hat sich eine neue Rolle hinter der Kamera erarbeitet – mit sieben aktuellen Filmprojekten in ihrem Portfolio. Zwei davon, darunter der Mockumentary-Film The Moment, laufen nun in den Kinos. Der von A24 veröffentlichte Streifen begleitet sie auf dem Höhepunkt ihres brat summer-Erfolgs Ende 2024 und taucht ein in die Zwänge von Ruhm und Authentizität in der Popkultur.
The Moment startete am 30. Januar 2026 in den US-Kinos, zeitgleich mit dem Release des Soundtracks. In Wien wird der Film am 19. und 22. Februar zu sehen sein. Anders als ihr selbstbewusstes öffentliches Image wirkt Charli XCX im Mockumentary verletzlicher und reflektiert über ihre Rolle in der Vermarktungsmaschinerie der Branche.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen kreative Spannungen zwischen der Sängerin und dem Regisseur Johannes. Ihre Konflikte führen dazu, dass sie ihre eigene Kreativdirektorin entlässt und sich schließlich seiner Vision unterordnet. Gleichzeitig kämpft ihre Managerin Tammy darum, Charli XCX relevant zu halten – mit Markenkooperationen bei H&M und einer von Amazon Music finanzierten Tour-Dokumentation.
Der Mockumentary verwischt die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion und zeigt sie sogar in einem Tinkerbell-ähnlichen Kostüm, das sie in Wirklichkeit nie auf der Bühne getragen hat. Der Film thematisiert grundsätzliche Fragen nach kultureller Relevanz, dem Preis der Authentizität und der Art, wie Popstars in einer Branche bestehen, die ihre Identitäten oft neu formt.
The Moment bietet eine fiktionalisierte Perspektive auf Charli XCX' Karriere und wirft die Frage auf, wo die Grenze zwischen Realität und Performance verläuft. Die Veröffentlichung des Films zusammen mit dem Soundtrack markiert einen weiteren Schritt in ihrem künstlerischen Schaffen jenseits der Musik. Das Wiener Publikum bekommt später in diesem Monat die Gelegenheit, ihn zu sehen.






