13 June 2026, 18:09

CDU-Spaltung droht: Streit über mögliche Zusammenarbeit mit der AfD eskaliert

Unionspolitiker warnen vor Abschwächung des Schutzes vor der AfD

CDU-Spaltung droht: Streit über mögliche Zusammenarbeit mit der AfD eskaliert

In der CDU haben sich die Spannungen wegen einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD weiter zugespitzt. Führende Parteimitglieder warnen eindringlich vor einem Bündnis mit der rechtsextremen Partei. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die CDU an ihrer strikten Abgrenzungspolitik festhalten oder einen flexibleren Kurs einschlagen soll.

Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, erklärte, er würde die CDU verlassen, falls sie eine Koalition mit der AfD eingehe. Er begründet dies damit, dass die Positionen der AfD fundamental mit den christlich-demokratischen Werten unvereinbar seien. Laumann lehnt es ab, die bisherige Firewall-Strategie durch ein System roter Linien zu ersetzen, und warnt die Partei davor, sich vom Abstimmungsverhalten der AfD in den Parlamenten beeinflussen zu lassen.

Herbert Reul, Innenminister des Landes, bezeichnete die AfD als die „größte Gefahr für die Demokratie“. Er machte deutlich, dass jeder, der die Ablehnung der CDU gegenüber der AfD aufweiche, dies ohne seine Unterstützung tun könne. Laumann verwies auf frühere Erfolge, bei denen es durch gemeinsames demokratisches Handeln gelungen sei, die AfD in Thüringen und Sachsen politisch zu isolieren.

Auch andere Stimmen in der Partei teilen diese Bedenken. Dennis Thering, Landesvorsitzender der CDU in Hamburg, sagte voraus, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nach den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland zu schweren inneren Zerwürfnissen führen werde. Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmergruppe, warnte, dass jede Annäherung an die AfD die Union in mindestens zwei Lager spalten würde.

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Die CDU steht unter wachsendem Druck, ihre Distanz zur AfD zu wahren. Führende Vertreter betonen, dass eine Kooperation die Kernwerte und die Einheit der Partei beschädigen würde. Die Warnungen spiegeln eine tiefe Verunsicherung über die politischen und ideologischen Risiken wider, die ein Dialog mit der rechtsextremen Partei mit sich bringen würde.

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