Caritas Dortmund führt bei Mitarbeiterzufriedenheit und Gehaltsbewertungen in der Pflege
Caritas Dortmund führt bei Mitarbeiterzufriedenheit und Gehaltsbewertungen in der Pflege
Drei große deutsche Pflegeorganisationen wurden in puncto Mitarbeiterzufriedenheit, Bezahlung und Arbeitsplatzkultur bewertet. Die Caritas Dortmund führt mit Spitzenwerten in Unternehmenskultur, Gehaltszufriedenheit und Weiterempfehlungsrate. Die Diakonie Stetten und die Johanniter-Unfall-Hilfe zeigen hingegen Stärken in anderen Bereichen – von Vertrauenskultur bis zu Gehaltsstrukturen.
Diese Erkenntnisse fallen in eine Zeit, in der die Lohnentwicklung in Deutschlands Sozial- und Gesundheitssektor in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Tarifabschlüsse haben die Einkommen angehoben, doch die Reallöhne einiger Berufsgruppen liegen weiterhin unter dem Niveau von 2020.
Die Caritas Dortmund sticht mit einer kununu-Bewertung von 4,5 Sternen heraus – die höchste der drei Organisationen. Ihre Unternehmenskultur wird mit 4,3 Sternen bewertet, was 19 Prozent über dem Branchendurchschnitt liegt. 93 Prozent der Mitarbeiter würden den Arbeitgeber weiterempfehlen – ein Spitzenwert in der Gruppe.
Bei der Gehaltszufriedenheit erreicht die Caritas Dortmund 75 Prozent, ganze 17 Prozentpunkte über dem Sektormittel. Die Bezahlung variiert je nach Position: Hauswirtschaftsleiter verdienen etwa 26.900 Euro jährlich, während Pflegedienstleitungen bis zu 62.300 Euro erhalten. Besonders gut schneidet die Organisation bei den Gehältern für Erzieher ab.
Die Diakonie Stetten folgt mit einer kununu-Bewertung von 4,3 Sternen und einer Unternehmenskultur-Note von 4,1 Sternen – 14 Prozent über dem Durchschnitt. Hier punkten vor allem Vertrauen und kollegiale Unterstützung. 84 Prozent der Mitarbeiter würden den Arbeitgeber weiterempfehlen, die Gehaltszufriedenheit liegt bei 67 Prozent – neun Punkte über dem Branchenschnitt. Pflegehelfer verdienen bei der Diakonie Stetten ab 33.500 Euro, Marketingdirektoren bis zu 89.700 Euro. Zudem bietet die Organisation die höchsten Durchschnittsgehälter im Pflegebereich.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe erreicht eine kununu-Bewertung von 3,4 Sternen, bietet jedoch die größte Vielfalt an Berufsfeldern. Die Gehälter entsprechen dem Branchendurchschnitt und reichen von 29.600 Euro für Fahrer bis zu 91.200 Euro für kaufmännische Direktoren. Die Gehaltszufriedenheit liegt hier bei 56 Prozent (Branchenniveau), und 65 Prozent der Mitarbeiter würden die Organisation weiterempfehlen.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Löhne im Sozial- und Gesundheitssektor dank Tarifverträgen gestiegen. 2024 gab es eine nominale Erhöhung von 5,5 Prozent (real: 3,2 Prozent), die branchenweit umgesetzt wurde. 2025 erhielten Beschäftigte im öffentlichen Dienst 3,0 Prozent mehr, wobei niedrigere Entgeltgruppen bis zu 4,7 Prozent Zuwachs verzeichneten. Bis 2026 steigen die Löhne etwa für Sanitär- und Heizungsbauer in Nordrhein-Westfalen um 2,95 bzw. 2,55 Prozent. Insgesamt stiegen die Bruttolöhne 2025 um 4 Prozent, für 2026 wird ein Plus von 3,5 Prozent erwartet. Dennoch liegen die Reallöhne einiger Berufsgruppen weiterhin unter dem Stand von 2020. 2021 verdienten tarifgebundene Beschäftigte 16 Prozent mehr als nicht tarifgebundene – spezifische Daten zu Pflegekräften und Krankenschwestern bleiben jedoch begrenzt.
Fazit: Die Caritas Dortmund überzeugt als beste Wahl für Zufriedenheit, Unternehmenskultur und Weiterempfehlung. Die Diakonie Stetten glänzt mit Vertrauenskultur und Pflegebezügen, während die Johanniter-Unfall-Hilfe vielfältige Berufsfelder zu marktüblichen Konditionen bietet. Branchenweit sorgen Tarifabschlüsse für Lohnsteigerungen – doch nicht alle Positionen haben real wieder das Niveau von 2020 erreicht. Für Arbeitssuchende im Sozial- und Gesundheitsbereich geben diese Trends wichtige Orientierung.
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