22 December 2025, 14:27

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Ein weißer Polizeiwagen steht im Vordergrund mit mehreren Autos, die sich auf der Straße dahinter bewegen, umgeben von Gras und Bäumen auf beiden Seiten.

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Bundeskartellamt verhängt 2025 weniger Bußgelder

Teaser: Das Bundeskartellamt hat 2025 deutlich weniger Bußgelder wegen Kartellverstößen verhängt – deutlich weniger als im Vorjahr.

Veröffentlichungsdatum: 22. Dezember 2025, 05:38 Uhr

Schlagwörter: Wirtschaft, Finanzen, Allgemeine Nachrichten, Kriminalität und Justiz

Artikeltext: Die deutsche Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, hat im Jahr 2025 deutlich weniger Bußgelder verhängt als in den Vorjahren. Die Gesamtstrafen beliefen sich auf rund 10 Millionen Euro – ein Rückgang gegenüber 26 Millionen Euro im Jahr 2024. In diesem Jahr wurde der Audiohersteller Sennheiser mit 6 Millionen Euro bestraft, weil er angeblich Händler unter Druck gesetzt haben soll, die Preise zu erhöhen.

Die Höhe der vom Bundeskartellamt verhängten Bußgelder schwankt von Jahr zu Jahr stark. 2023 lagen die Strafen bei nur 2,8 Millionen Euro, während 2019 mit 848 Millionen Euro ein Rekordwert erreicht wurde – hauptsächlich aufgrund eines einzigen Falls gegen Stahlproduzenten wegen Preisabsprachen. Der höchste Jahreswert bleibt jedoch 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Andreas Mundt, Präsident der Behörde, verwies auf die Schwierigkeiten, Kartellfälle unter strengen rechtlichen Maßstäben nachzuweisen. Er betonte die Notwendigkeit moderner Ermittlungsmethoden, darunter IT-gestützte Analysen, um die Durchsetzung zu stärken. Zudem setzt die Behörde auf ihr Kronzeugenprogramm, das Erstinformanten vor Strafen schützt.

2025 gingen beim Bundeskartellamt über 600 anonyme Hinweise über das Meldesystem ein. Kartellabsprachen bleiben illegal, da sie den Wettbewerb verzerren und oft zu höheren Verbraucherpreisen führen. Dennoch wurden in diesem Jahr keine Bußgelder wegen langfristiger Preismanipulationen in der Region Verkehrssachsen verhängt – es gab keine bestätigten Fälle, die solche Vorwürfe stützen.

Die Bußgelder des Bundeskartellamts für 2025 bestätigen den rückläufigen Trend der vergangenen Jahre. Die Behörde setzt weiterhin auf Anreize für Whistleblower und fortschrittliche Ermittlungstechniken. Zu den diesjährigen Strafen gehörte eine Geldbuße von 6 Millionen Euro gegen Sennheiser wegen des Vorwurfs, Händler zu Preiserhöhungen gedrängt zu haben.