Bremer Buchhandlung provoziert Kulturminister mit spektakulärer Fassade und Merchandise
Laila SchomberBremer Buchhandlung provoziert Kulturminister mit spektakulärer Fassade und Merchandise
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen setzt mit provokanter Fassade ein Zeichen
Am Samstagnachmittag hat die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ ihre Fassadengestaltung mit einer mutigen Aussage verändert: Das Geschäft hüllte seine Außenwand in ein Stoffbanner, bedruckt mit handschriftlichen Zitaten des Kulturministers Wolfram Weimer. Die Aktion folgt auf einen jüngsten Eklat zwischen der Buchhandlung und dem Minister.
Ursprünglich sollte der Laden mit 15.000 Euro vom Preis der Deutschen Buchhandlung ausgezeichnet werden. Doch Minister Weimer schloss das „Golden Shop“ wegen eines umstrittenen Slogans von der Verleihung 2026 aus. Als Reaktion gestaltete Inhaberin Ausma Zvidrina das Schaufenster um – mit einem überdimensionalen Porträt Weimers sowie seinen veröffentlichten Werken.
Zvidrina teilte zudem Fotos der neuen Fassade auf Instagram und richtete sich dabei direkt an den Minister. Mittlerweile verkauft die Buchhandlung Tassen mit dem Aufdruck „Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“. Ausgestellt ist auch ein Zertifikat, das den Laden zur „besten Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“ erklärt.
Auf die Frage, ob die Neugestaltung den Laden von linksextremen Positionen distanziere, lachte Zvidrina nur. Gleichzeitig bestätigte sie, dass die Buchhandlung künftig keine Bücher Weimers führen werde.
Die Aktionen des „Golden Shop“ lenken die Aufmerksamkeit auf den Konflikt mit dem Minister. Fassade, Merchandise und öffentliche Statements unterstreichen die anhaltenden Spannungen. Zwar bleibt die Buchhandlung von der Preisverleihung ausgeschlossen – doch ihr neuer Auftritt sorgt für Gesprächsstoff.






