Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Ermittlungen Betrieb wieder auf
Kirsten HentschelWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Ermittlungen Betrieb wieder auf
Im Braunkohletagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach monatelanger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Die Behörden hatten die Aktivitäten ausgesetzt, nachdem der Verdacht auf illegale Bodenablagerungen aufgekommen war. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch – geleitet von der Staatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund.
Der Stopp begann, als Bedenken wegen einer möglichen unerlaubten Entsorgung belasteter Erde auf dem Gelände aufkamen. Fachleute untersuchten die Fläche später, fanden jedoch keine eindeutigen Beweise für das Ablagern externer Materialien. Zwar wurde eine leichte Bodenverunreinigung festgestellt, diese galt jedoch als nicht schwerwiegend.
Die Bezirksregierung Arnsberg prüfte die Ergebnisse mehrere Monate lang, bevor sie die Wiederaufnahme der Verfüllarbeiten genehmigte. Um künftige Risiken zu vermeiden, soll nun ein Grundwassermonitoring-System frühzeitig mögliche Kontaminationen erkennen. Beamte wiesen jedoch darauf hin, dass zufällige Bodenproben auf dem riesigen Geländes kaum illegale Ablagerungen aufdecken könnten, sofern keine genauen Standorte bekannt seien.
Die Staatsanwaltschaft schließt weitere Schritte nicht aus, wird aber nur aktiv, falls neue Beweise in den laufenden Ermittlungen auftauchen.
Der Betrieb im Tagebau läuft unter verschärfter Aufsicht wieder normal. Die Grundwasseruntersuchungen dienen als Frühwarnsystem für Verunreinigungen. Vorerst sind keine zusätzlichen Ermittlungen geplant – es sei denn, es kommen neue Erkenntnisse ans Licht.






