21 February 2026, 20:19

Bottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen fordern besseren Schutz für Frauen und Mädchen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen fordern besseren Schutz für Frauen und Mädchen

Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 auf dem Ernst-Wilczok-Platz in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Veranstaltung markierte das elfte Jahr, in dem sich die Stadt der weltweiten Tanzprotestaktion One Billion Rising anschloss. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall zeigten die Teilnehmenden Solidarität mit Betroffenen und forderten besseren Schutz.

Die Kundgebung wurde vom Frauenzentrum Courage organisiert, um auf die anhaltenden Versorgungslücken für Opfer männlicher Gewalt aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto "Ni una menos – Frauen in Flammen" richtete sich insbesondere gegen Femizide, vor allem Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Live-Musik von A Mournful Experience und eine Choreografie der Peter-Frank-Tanzschule belebten die Menge, die tanzend gegen die Gewalt protestierte.

Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann nahmen an der Veranstaltung teil. In Redebeiträgen wurden Deutschlands jüngste Rechtsreformen – wie verschärfte Stalking-Gesetze und elektronische Überwachung – mit Spaniens umfassendem Femizid-Gesetz verglichen. Zwar hat Deutschland seit 2021 den Schutz ausgeweitet, doch Spaniens Gesetz von 2022 stuft geschlechtsspezifische Gewalt als staatliche Priorität ein und finanziert spezielle Gerichte sowie Präventionsprogramme.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Protest unterstrich die Notwendigkeit struktureller Veränderungen. Aktivistinnen forderten, Deutschland solle – ähnlich wie Spanien – einen proaktiveren Ansatz verfolgen, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen.

Die Aktion lenkte den Blick auf die anhaltenden Risiken, denen Frauen und Mädchen in Deutschland ausgesetzt sind. Rechtliche und gesellschaftliche Fortschritte bleiben im Vergleich zu Ländern wie Spanien ungleich verteilt. Die Organisatorinnen riefen dazu auf, weiter Druck auf die Politik auszuüben, um den Schutz und die Unterstützung für Betroffene zu stärken.