28 March 2026, 16:11

Berlins erster Tag der Clubkultur feiert 100 Events zwischen Techno und Aktivismus

Plakat für ein Konzert in Berlin, Deutschland, das eine Gruppe farbenfroher Menschen vor einem Gebäude mit der Aufschrift "Berlin - Die Stadt des Pariser Chicks" zeigt.

Berlins erster Tag der Clubkultur feiert 100 Events zwischen Techno und Aktivismus

Berlins erster Tag der Clubkultur findet vom 3. bis 12. Oktober statt – mit über 100 Veranstaltungen in der gesamten Stadt. Das Festival feiert die legendäre Nachtkultur der Hauptstadt, die nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 in verlassenen Industriebrachen Wurzeln schlug. Organisiert von der Clubkommission Berlin, verbindet das Programm Musik, Politik und gesellschaftliche Debatten in bekannten wie versteckten Locations.

Die Ursprünge des Festivals reichen bis in die späten 1980er Jahre zurück, als Techno in den verlassenen Fabriken und Kanalspeichern Ost-Berlins aufblühte. Clubs wie Favela, Fusion und Sputnik prägten einen rohen, industriellen Sound, der mit der Wiedervereinigung verbunden war und sich von Kreuzberg bis Neukölln ausbreitete. In den 1990er Jahren entwickelte sich die Szene zu einem globalen Phänomen, mit dem Berghain als symbolischem Zentrum ab den 2000ern. Diese Orte brachten DJs, Aktivist:innen, Studierende und Künstler:innen zusammen und schufen Gemeinschaften, die auf Hedonismus, Kreativität und politischem Ausdruck basierten.

Zehn Tage lang erstreckt sich das Festival über etablierte Clubs und alternative Spielstätten. Am 3. Oktober wird Mark Reeders Dokumentarfilm B-Movie gezeigt, der Berlins kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall festhält. Der Tipsy Bear in Prenzlauer Berg veranstaltet am 4. Oktober um 17 Uhr eine Drag-Show. Das Haus der Visionäre präsentiert bereits am 2. Oktober von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens ein besonderes Event mit dem Club der Visionäre und dem CTM-Festival.

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Neben Performances stehen auch politische und soziale Diskussionsrunden auf dem Programm. Das Brandenburger Techno-Duo Modeselektor gibt ein Interview, während Clubs wie KitKat, Cassiopeia, Goldengate und Ohm ihre Türen für Festivalveranstaltungen öffnen. Das Programm spiegelt die anhaltende Mischung der Szene aus Musik, Aktivismus und Experimentierfreude wider.

Der Tag der Clubkultur unterstreicht Berlins Ruf als Nachtleben-Metropole, verwurzelt in der Geschichte nach dem Mauerfall. Mit mehr als 100 Veranstaltungen verbindet das Festival legendäre Clubs, Underground-Locations und Debatten über die Zukunft der Szene. Die Veranstalter:innen wollen zeigen, wie Techno und Clubkultur bis heute prägend für die Identität der Stadt sind.

Quelle