Bergisch Gladbachs Finanzamt setzt auf Digitalisierung und spart Millionen
Kirsten HentschelBergisch Gladbachs Finanzamt setzt auf Digitalisierung und spart Millionen
Finanzamt Bergisch Gladbach macht große Fortschritte bei der Modernisierung
In den vergangenen zwei Jahren hat das Finanzamt der Stadt Bergisch Gladbach erhebliche Schritte zur Modernisierung seiner Abläufe unternommen. Unter der Leitung von Bernhard Bertram setzte das Team 2025 die Grundsteuerreform in Deutschland um und startete gleichzeitig zentrale Digitalisierungsprojekte. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Prozesse zu vereinfachen, Kosten zu senken und die Haushaltsbelastung für die Stadt zu verringern.
Ein bedeutender Erfolg war die erfolgreiche Einführung der Grundsteuerreform 2025. Die Reform führte differenzierte Bewertungsmaßstäbe ein, und die Zahlungsfrist wurde von Mitte Februar auf den 22. April verlängert, um den Bürgerinnen und Bürgern mehr Zeit zu geben. Diese Anpassung brachte sowohl für die Stadt als auch für die Steuerzahler finanzielle Entlastung.
Darüber hinaus überarbeitete das Finanzamt die Dienstleistungsanweisungen nach § 32 der Gemeindehaushalts- und Rechnungsprüfungsverordnung Nordrhein-Westfalens vollständig. Die Aktualisierung sicherte die Einhaltung der aktuellen Vorschriften und optimierte gleichzeitig interne Abläufe. Im digitalen Bereich erfolgte die Umstellung des zentralen Finanz- und Rechnungssystems auf die cloudbasierte Plattform Infoma online. Der Wechsel verlief reibungslos und führte zu Kosteneinsparungen sowie einer höheren Effizienz.
Ein weiteres zentrales Vorhaben, der Digitale Rechnungsworkflow, soll Anfang 2026 an den Start gehen und die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren. Ein Pilotprojekt für papierlose ausgehende Rechnungen und Verwaltungsbescheide läuft bereits über die Faktura-App. Gleichzeitig unterstützte die Zentrale Controlling-Einheit die Gründung eines neuen kommunalen Energieunternehmens, das die Wärme- und Kälteversorgung für das Industriegelände Zanders übernimmt.
Die Personalengpässe in der allgemeinen Buchhaltungsabteilung dürften bis zum Frühjahr 2026 behoben sein, sodass die volle Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt wird. Zudem brachte die Einführung einer Beherbergungsabgabe zusätzliche Einnahmen, was den Haushaltsdruck für die Stadt mildert.
Die jüngsten Reformen und digitalen Aufwertungen des Finanzamts haben die Effizienz und finanzielle Stabilität Bergisch Gladbachs deutlich verbessert. Mit laufenden Projekten wie dem Digitalen Rechnungsworkflow und der Rückkehr zu einer vollständigen Personalausstattung ist die Stadt gut aufgestellt, um ihr Finanzmanagement im kommenden Jahr weiter zu stärken.