Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro – doch das Defizit bleibt
Kirsten HentschelBergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro – doch das Defizit bleibt
Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro durch Haushaltskürzungen
Die Stadt Bergisch Gladbach hat durch eine Reihe von Einsparmaßnahmen 3,8 Millionen Euro eingespart. Ursprünglich wollte die Kommune in diesem und den folgenden Jahren die Betriebskosten um mindestens 1,3 Millionen Euro senken. Die Ersparnisse helfen, eine geplante Erhöhung der Grundsteuer zu vermeiden.
Das Ziel wurde durch Kürzungen von 1,3 Millionen Euro bei den Betriebskosten und 2,5 Millionen Euro im Personalbereich erreicht. Zwei Drittel der gesamten Einsparungen entfallen auf Personalmaßnahmen – allerdings ohne Entlassungen. Stattdessen werden 19 Stellen schrittweise abgebaut. Freie Positionen sollen erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten neu besetzt werden, was jährlich 2,8 Millionen Euro spart.
Weitere Einsparungen ergeben sich aus der Beschränkung der Übertragung nicht genutzter Urlaubstage, was einmalig 1,7 Millionen Euro bringt. Beförderungen von Beamten werden künftig nur noch zweimal im Jahr vorgenommen, was jährlich 32.000 Euro spart. Zudem entfällt die Möglichkeit, Probezeiten für neue Beamte zu verkürzen, und es werden keine neuen Altersteilzeitvereinbarungen mehr angeboten.
Rund 100 Kürzungen gab es in verschiedenen Bereichen, darunter Flüchtlingshilfe, Marketing, Jugendkultur und die Feuerwehr. Schulen, Straßeninstandhaltung und das Gelände der ehemaligen Zanders-Papierfabrik blieben von den Einsparungen verschont. Um künftige Kostensteigerungen zu begrenzen, bleiben alle Personalausgaben auf dem Stand von 2026 eingefroren.
Die Maßnahmen wirken schrittweise, wobei die stärkeren Auswirkungen erst nach 2026 spürbar werden. Trotz der Einsparungen bleibt das für dieses Jahr prognostizierte Haushaltsdefizit von 49 Millionen Euro unverändert.
Die Kürzungen ermöglichen es der Stadt, ihren Haushalt ohne eine Erhöhung der Grundsteuer einzuhalten. Die Ersparnisse sollen helfen, finanzielle Belastungen abzufedern, ohne dass essenzielle Dienstleistungen eingeschränkt werden müssen. Da der Großteil der Ausgaben gesetzlich vorgeschrieben ist, bleibt wenig Spielraum für weitere Anpassungen.
