Bergisch Gladbach reformiert Stadtrat: Vier Beigeordnete statt drei
Der Stadtrat von Bergisch Gladbach hat seine Führungsstruktur reformiert. In seiner ersten Sitzung stimmten die Mitglieder dafür, die Zahl der Beigeordneten von drei auf vier zu erhöhen. Die Entscheidung fiel nach Verhandlungen zwischen CDU, SPD und Grünen.
Der Vorschlag, einen vierten Beigeordneten einzuführen, stammte von CDU, SPD und Grünen. Im Rahmen der Vereinbarung erhielten die Grünen im Gegenzug für ihre Unterstützung eine zusätzliche Beigeordneten-Position. Die Verteilung der Ämter auf die Parteien erfolgte anschließend nach dem d'Hondt-Verfahren.
Die neuen Beigeordneten übernehmen offizielle Aufgaben, darunter die Vertretung der Stadt bei standesamtlichen Trauungen. Jeder Beigeordnete erhält ein monatliches Aufwandsgeld in Höhe von 395,40 Euro, wobei der zweite und weitere Beigeordnete einen 150-prozentigen Zuschlag erhalten. Die Ernennung des vierten Beigeordneten schlägt mit jährlich 9.176,40 Euro zu Buche.
In derselben Sitzung verhandelte der Rat auch über die Besetzung der Ausschussvorsitze. Die allgemeinen Regelungen zu Aufwandsentschädigungen in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik sind jedoch seit 2016 weitgehend unverändert geblieben. Neue Ausgaben müssen weiterhin durch Einsparungen ausgeglichen werden, wie es der freiwillige Haushaltskonsolidierungsplan der Stadt vorsieht.
Mit dem Beschluss teilen sich nun vier Beigeordnete die Verantwortung. Die zusätzliche Position erhöht zwar die jährlichen Kosten, entspricht aber den bestehenden finanziellen Richtlinien der Stadt. Die Änderungen spiegeln die aktuellen politischen Absprachen zwischen den führenden Parteien wider.






