17 June 2026, 18:39

Bergisch Gladbach droht 2026 ein 49-Millionen-Defizit und neue Rekordschulden

FDP zur Haushaltskrise: 'Gemeinden an ihrer Grenze'

Bergisch Gladbach droht 2026 ein 49-Millionen-Defizit und neue Rekordschulden

Bergisch Gladbach steht vor ernsten finanziellen Problemen. Die Stadt kämpft mit der Finanzierung ihres laufenden Betriebs – über 47 Prozent des Haushalts für 2026 sind für Transferleistungen verplant. Verantwortliche machen einen Teil der Schwierigkeiten an überzogenen Forderungen von Bund und Ländern fest.

Die Haushaltsprognose für 2026 weist ein rechnerisches Defizit von rund 49 Millionen Euro aus. Um gegenzusteuern, plant die Stadt, weitere Hundertmillionen aufnehmen zu müssen, wodurch die Gesamtverschuldung der Kommune auf 660 Millionen Euro anwachsen würde. Die Steuereinnahmen reichen allein nicht aus, um die Betriebskosten zu decken.

Die Freie Demokratische Partei (FDP) fordert eine konsequentere Anwendung des Konnexitätsprinzips – demzufolge diejenigen, die Leistungen anordnen, auch für deren Finanzierung aufkommen müssen. Kritiker monieren, dass die Kommunen oft die finanziellen Lasten von Entscheidungen tragen, die in Berlin oder den Landeshauptstädten getroffen werden.

Die Folgen sind spürbar: Die lokalen Steuern steigen, und das Vertrauen der Bürger in die Stadtverwaltung leidet. Die finanzielle Belastung Bergisch Gladbachs wird voraussichtlich anhalten. Die neue Schuldenaufnahme treibt die Gesamtverschuldung auf 660 Millionen Euro. Ohne Kurswechsel dürfte sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben weiter öffnen.

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