09 June 2026, 16:11

Bayern plant KI-Offensive an Schulen mit neuen Beauftragten und Selbstlernkursen

Kein AI-Tool in Sicht - Ministerium bietet Lehrern 'Selbstlernkurs'

Bayern plant KI-Offensive an Schulen mit neuen Beauftragten und Selbstlernkursen

Bayerisches Kultusministerium legt Plan für bessere KI-Ausbildung von Lehrkräften und Schülern vor

Das bayerische Kultusministerium hat einen Plan vorgelegt, um die KI-Schulung für Lehrkräfte und Schüler zu verbessern. Vorgesehen sind unter anderem die Einführung einer KI-Beauftragten an Schulen sowie die Förderung von Selbstlernkursen für Pädagogen. Ziel der Initiative ist es, Lehrkräfte besser auf den Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Unterricht und mit Schülerinnen und Schülern vorzubereiten.

Das Ministerium setzt darauf, dass sich Lehrkräfte in ihrer Freizeit über Selbststudienkurse mit KI vertraut machen. Zudem schlägt es vor, große Sprachmodelle (LLMs) zu nutzen, damit sich das Personal eigenständig mit KI auseinandersetzen kann. Langfristig soll so ein System entstehen, in dem Lehrkräfte KI so gut verstehen, dass sie sie sinnvoll im Unterricht und bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern einsetzen können.

Laut Plan soll die KI-Beauftragte als Beamtin oder Beamter mehrere Aufgaben übernehmen. Dazu gehören die Konzeption interner Fortbildungen, die Koordination fächerübergreifender Lehrplanung sowie die Erprobung neuer Prüfungsformate. Zudem würde sie Informationsveranstaltungen für Eltern, Lehrkräfte und Schüler organisieren. Ihre Hauptaufgabe bestünde darin, Grundlagenwissen zu KI zu vermitteln – von potenziellen Vorteilen über Risiken bis hin zu Datenschutzbestimmungen.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Kritik an der Lehrerausbildung. Referendare bemängeln, dass ihre Ausbildung zu theorielastig sei und sie schlecht auf die praktische Arbeit im Klassenzimmer vorbereite. Gleichzeitig fordert der Bundeselternrat Reformen und bezeichnet die aktuellen Schulstrukturen als veraltet.

Unabhängig davon zeigen aktuelle Zahlen, dass Bayern die niedrigste Quote an Fachkräften mit beruflicher Ausbildung in Kindergärten bundesweit aufweist. Auch auf nationaler Ebene ist der Anteil beruflich qualifizierten Personals in der Frühpädagogik in den letzten Jahren gesunken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Wird der Plan umgesetzt, würde jede Schule eine KI-Fachkraft erhalten, die Lehrkräfte, Schüler und Familien unterstützt. Lehrkräfte müssten sich außerhalb ihrer Arbeitszeit weiterbilden, während das Ministerium versucht, die Lücken in der praxisnahen Vorbereitung zu schließen. Die Änderungen könnten die Art und Weise, wie KI an bayerischen Schulen vermittelt und genutzt wird, grundlegend verändern.

Quelle