17 April 2026, 04:11

Bayer Leverkusens Trainingszentrum in Monheim vor entscheidendem Votum des Stadtrats

Schwarze und weiße Zeichnung einer Demonstration vor einem hohen Gebäude, mit einigen Leuten, die schreien und gestikulieren, und Farbskalen auf der rechten Seite.

Bayer Leverkusens Trainingszentrum in Monheim vor entscheidendem Votum des Stadtrats

Bayer Leverkusens Pläne für ein neues Trainingszentrum in Monheim stoßen vor einer entscheidenden Abstimmung auf starken Widerstand. Das Vorhaben, das eine Trainingsstätte und eine Jugendakademie umfasst, wird von Anwohnern und politischen Parteien scharf kritisiert. Die endgültige Entscheidung fällt am Mittwochabend in der Sitzung des Stadtrats.

Das geplante Gelände würde eine Fläche von rund 12,5 Fußballfeldern umfassen. Ziel ist es, die Trainingsanlagen des Vereins und die Nachwuchsförderung an einem Standort zu bündeln. Doch Anwohner äußern Bedenken wegen Lärmbelästigung, Flutlicht und der Auswirkungen auf nahegelegene Naturräume.

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Bei der Ratssitzung am Mittwoch werden CDU, SPD, FDP und die Grünen voraussichtlich gegen das Projekt stimmen. Markus Gronauer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Monheim, hat die Pläne öffentlich kritisiert. Er schlug vor, Bayer Leverkusen solle einen alternativen Standort prüfen und den Dialog mit der Bürgerschaft vertiefen.

Der Verein bleibt jedoch entschlossen, die Baupläne voranzutreiben. Bereits nächste Woche wird Bayer 04 mit politischen Vertretern zusammenkommen, um die Vorbehalte zu besprechen. Simon Rolfes, Sport-Geschäftsführer des Clubs, warnte, dass eine Ablehnung des Projekts nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Region ein herber Rückschlag wäre.

Der ehemalige Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann hatte das Vorhaben ursprünglich unterstützt. Doch durch die verschobene Machtbalance im Rat ist das Ergebnis der Abstimmung ungewiss. Die CDU fordert Bayer Leverkusen auf, andere Standorte zu prüfen und den Austausch mit lokalen Akteuren fortzusetzen.

Die Entscheidung des Stadtrats am Mittwoch wird darüber entscheiden, ob das Trainingszentrum realisiert wird. Bei einer Ablehnung müsste der Verein seine Pläne überdenken oder einen neuen Standort suchen. Die weiteren Schritte hängen vom Ausgang der Abstimmung und den anstehenden politischen Gesprächen ab.

Quelle