Bahnhof Löhn wird zum sicheren und barrierefreien Treffpunkt umgebaut
Kirsten HentschelBahnhof Löhn wird zum sicheren und barrierefreien Treffpunkt umgebaut
Bahnhof Löhn soll umfassend umgebaut werden – für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit
Der Bahnhof Löhn steht vor einer grundlegenden Neugestaltung, um die Sicherheit und Zugänglichkeit zu verbessern. Das Projekt zielt darauf ab, einen einladenderen Ort mit einer Bibliothek und öffentlichen Veranstaltungen zu schaffen. Besonders die Bedenken von Frauen haben die geplanten Veränderungen vorangetrieben.
Frauen in Minden berichten seit Langem, dass sie sich am Bahnhof Löhn nach Einbruch der Dunkelheit unsicher fühlen. Die großen, offenen Flächen und schlecht beleuchteten Bereiche verstärken dieses Unbehagen. Viele meiden es, abends allein auf den Bahnsteigen zu warten.
Bei einem sogenannten Nightwalk, organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Marie Fischer, wurden diese Sorgen deutlich. Teilnehmerinnen wiesen auf konkrete Stellen hin, an denen sie sich besonders verletzlich fühlten. Die Polizei betonte zwar, dass die Ängste groß seien, die tatsächliche Kriminalität am Bahnhof jedoch gering bleibe – meist beschränke sie sich auf Fahrraddiebstähle.
Die Stadt hat zudem eine "Angstkarte" erstellt, auf der 68 Orte verzeichnet sind, an denen sich Anwohner:innen unsicher fühlen. Dazu zählen schlecht beleuchtete Straßen und Plätze, an denen sich häufig Gruppen von Männern aufhalten. Über ein Meldesystem können Bürger:innen nun auch unsichere Zonen in Löhn melden.
Die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Bahnhofs sollen im Februar 2025 beginnen. Geplant sind bessere Beleuchtung, Gemeinschaftsflächen und regelmäßige Veranstaltungen, um das Areal sicherer und attraktiver zu machen.
Mit der Neugestaltung des Bahnhofs Löhn will die Stadt langjährige Sicherheitsbedenken angehen. Durch die Einrichtung einer Bibliothek, Veranstaltungen und eine verbesserte Beleuchtung soll ein Ort entstehen, an dem sich alle wohl und sicher fühlen. Der Nightwalk und die "Angstkarte" haben dabei geholfen, zentrale Schwachstellen zu identifizieren, bevor die Arbeiten im nächsten Jahr starten.