AWO-Chef Deversi fordert Sozialstaat-Reform und Vermögenssteuern gegen Ungleichheit

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Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

AWO-Chef Deversi fordert Sozialstaat-Reform und Vermögenssteuern gegen Ungleichheit

Marvin Deversi, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), fordert einen stärkeren Sozialstaat in Deutschland. Er argumentiert, dass der Ausbau sozialer Dienstleistungen – und nicht deren Größe – wirtschaftlichen Erfolg und Stabilität fördere. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Debatten über öffentliche Ausgaben und wachsende rechtsextreme Spannungen, die sich gegen soziale Projekte richten.

Deversi schlägt zudem höhere Steuern auf große Vermögen und Erbschaften vor, um diese Reformen zu finanzieren. Solche Maßnahmen würden seiner Meinung nach die Ungleichheit verringern, Steuerlücken schließen und gleichzeitig eine faire Größe bewahren.

Deversis eigene Biografie prägt seine Haltung. Aufgewachsen in einem Arbeiterviertel, führt er seinen sozialen Aufstieg auf Programme der AWO zurück. Heute warnt er, dass die soziale Infrastruktur ähnlich stark vernachlässigt werde wie Deutschlands Verkehrs- und Gebäudesektor. Die Modernisierung von Pflegeeinrichtungen, deren Klimaresilienz und die Integration von KI in die Sozialarbeit seien dringende Aufgaben – ebenso wie der Fachkräftemangel in der Altenpflege.

Er weist Vorwürfe einer "Ausgabenexplosion" im Sozialbereich zurück. Stattdessen bezeichnet er geplante Größe beim Bürgergeld als kontraproduktiv: Sie entlasteten die Haushalte kaum, schadeten aber benachteiligten Gruppen. Für eine langfristige finanzielle Stabilität plädiert er dafür, extreme Vermögen und große Erbschaften stärker zu besteuern – das sei weit wirksamer.

Über die Finanzfrage hinaus verweist Deversi auf eine besorgniserregende Zunahme rechtsextremer Aktivitäten. AWO-Projekte und Ehrenamtliche seien vermehrt hassmotivierten Angriffen ausgesetzt. Zudem kritisierte er CDU-Chef Friedrich Merz für rassistische Äußerungen über Migranten und Geflüchtete: Eine solche Rhetorik schüre unnötig Ängste in betroffenen Communities.

Deversis Vorschläge zielen auf eine Steuerreform und den Ausbau sozialer Leistungen ab, um Ungleichheit und die Unterfinanzierung öffentlicher Dienstleistungen zu bekämpfen. Seine Warnungen vor rechtsextremer Feindseligkeit und struktureller Vernachlässigung erhöhen den Druck auf die aktuelle Politikdebatte. Nun stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen diese Maßnahmen in den kommenden Jahren umsetzen werden.

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