Astragon Development gründet ersten Betriebsrat nach 30 Jahren Firmenhistorie
Laila SchomberAstragon Development gründet ersten Betriebsrat nach 30 Jahren Firmenhistorie
Astragon Development gründet ersten Betriebsrat
Das traditionsreiche deutsche Spielestudio Astragon Development hat seinen ersten Betriebsrat gegründet. Der Schritt erfolgt nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung von Seafarer: The Ship Sim im Early Access. Das Unternehmen, das mittlerweile zur Astragon Group gehört, reagiert damit auf einen wachsenden Branchentrend hin zu stärkerer Mitarbeitervertretung.
Das Studio, ursprünglich unter dem Namen Independent Arts bekannt, wurde im Mai 2025 von der Astragon Group übernommen. Fast zwei Jahre nach der Übernahme erfolgte die Umfirmierung in Astragon Development. Der Standort blieb dabei in Hamm, Westfalen, wo das Unternehmen seit über drei Jahrzehnten ansässig ist.
Am 7. Oktober 2025 brachte das Team Seafarer: The Ship Sim über Steam für 24,99 Euro auf den Markt. Das Projekt erhielt eine Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm für Games. Nach dem Release stimmten die Mitarbeiter für die Einrichtung eines dreiköpfigen Betriebsrats, der ihre Interessen vertreten soll.
Der neue Betriebsrat wurde mit voller Unterstützung sowohl der Belegschaft als auch der Unternehmensführung gegründet. Diese Entwicklung spiegelt einen größeren Wandel in der Branche wider: Die Zahl der Betriebsräte in deutschen Spielestudios hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Die Astragon Group selbst zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Spielebranche Nordrhein-Westfalens und liegt unter den Top drei. Das Unternehmen ist auf Simulationen spezialisiert, darunter Titel wie Police Simulator und Firefighting Simulator: Ignite.
Die Gruppe war zuvor Anfang 2022 von der Everplay Group übernommen worden, was ihre Marktpräsenz weiter stärkte.
Der Betriebsrat bei Astragon Development bietet den Mitarbeitern nun einen offiziellen Kanal, um Anliegen vorzubringen. Seine Gründung steht im Einklang mit dem generellen Anstieg der Mitarbeitervertretung in der deutschen Spieleindustrie. Das Studio bleibt weiterhin auf Simulationen fokussiert und passt sich gleichzeitig den Veränderungen in seiner Organisationsstruktur an.






